Beruf und Familie – Hier prallen Vorstellungen aufeinander

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Wer eine Familie gründet, kommt nicht um die Frage herum: zu Hause betreuen oder in der Kita fremdbetreuen lassen und arbeiten gehen? Bild: Pexels

Wie bringt man Kinder, Beruf und Beziehung unter einen Hut? Diese Frage treibt nicht nur Eltern um, sondern auch all jene, die es werden wollen. In der neusten Folge des Podcasts «Üsi Sicht» lassen Elena Stojkova und Dario Muffler wieder Schaffhauserinnen und Schaffhauser zu Wort kommen und erklären ihre Sicht auf die Fragestellung.

Schweizweit sind knapp 70 Prozent der Haushalte auf familienergänzende Kinderbetreuung angewiesen. Bei knapp einem Viertel davon sind es Personen aus dem Umfeld, welche die Kinder betreuen, bei 20 Prozent kommen Krippen und schulergänzende Betreuungsformen zum Zug. Die Entscheidung, auf welches Modell eine Familie setzt und welcher Elternteil wie viel arbeitet, hängt von vielen Faktoren ab. Doch nicht alle Modelle sind in allen Teilen der Gesellschaft gleich akzeptiert. Schaffhauser Mütter müssen sich zum Teil Vorwürfe anhören, wenn sie neben der Erziehung auch arbeiten möchten. Männer, die nicht 100 Prozent arbeiten, werden derweil ebenfalls darauf angesprochen, was sie denn die restliche Zeit machen.

Nicht jedes Betreuungsmodell ist zudem überall lebbar. Auf dem Land, wo die Dichte an externer Kinderbetreuung viel geringer ist, sind Familien auf Verwandte angewiesen. Oder dann bleiben überwiegend die Mütter zu Hause, bis das Kind zumindest im Schulalter und damit bereits etwas selbständig ist. Ein weiterer Grund dafür kann auch sein, dass sich Familien die Kindertagesstätte nur schwer leisten können oder dass der Lohn einer Teilzeitanstellung gerade wieder für die externe Betreuung ausgegeben werden muss. Um diese Situationen wenn immer möglich zu vermeiden und Frauen nicht aus dem Arbeitsleben auszuschliessen, versucht die Politik die Angebote an Tagesstrukturen zu verbessern. Sowohl auf kommunaler als auch auf kantonaler Ebene sind Vorstösse hängig oder Verbesserungen wurden vor Kurzem getätigt.

Am Ende aber ist und bleibt es eine sehr persönliche Entscheidung, ob Mutter und Vater ihr Kind vollständig selber betreuen, ob sie Teilzeit arbeiten und zum Teil auf Schulstrukturen zurückgreifen oder Vollzeit arbeiten möchten. Entsprechend persönlich sind die Argumente unserer Hosts SN-Stadtredaktorin Elena Stojkova und Kantonsressort-Leiter Dario Muffler in der Diskussion.

Den Podcast gibt es auf Spotify, Apple Podcast und hier auf shn.ch.

Die Moderatoren  

Elena Stojkova (29) ist Mitglied des Stadtressorts bei den Schaffhauser Nachrichten. Sie befasst sich neben der Stadtpolitik vor allem mit Gesellschaftsthemen und geht gerne nah an die Schicksale von Personen ran. Sie liebt es, ihre Freizeit ausserhalb ihrer eigenen vier Wände zu verbringen.

 

Dario Muffler (28) ist Leiter des Kantonsressorts der Schaffhauser Nachrichten. Er interessiert sich für die Politik auf allen Stufen von kommunal bis international. Am liebsten fühlt er seinen Gesprächspartnern in Interviews auf den Zahn. Er macht in seiner Freizeit gerne und viel Ausdauersport, trinkt aber auch gerne mal Bier und Wein.

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