Schaffhauser bei «Switzerland's next Topmodel»: Der herzige Checker

Autor
Ralph Denzel

Thomas aus Thayngen möchte «Switzerland's next Topmodel» werden. In der ersten Folge läuft es für das Nachwuchsmodel - bis er das erste Mal auf dem Catwalk steht.

Der 21-jährige Thomas aus Thayngen möchte Model werden. Bild: zvg

Der Einstieg in die neue Staffel von «Switzerland's next Topmodel» wirkt dramatisch: Schnelle Schnitte, Bildsprünge und eine Jury, bestehend aus der Influencerin Zoë Pastelle und dem Schweizer Model Manuela Frey. «In diesem Jahr ist alles anders», erklärt diese direkt bei der Vorstellung. «Girlpower» verspricht Zoë Pastelle. Das kann ja heiter werden für unseren Lokalmatador Thomas aus Thanygen.

Die Jury: Manuela Frey und Zoë Pastelle. Bild: Jessica Huber

Wie sich der 21-jährige Thaynger in der ersten Folge schlägt, erfahren Sie hier.

«Ich will einen Volltreffer landen»

Fangen wir mit dem Vorstellungsvideo an, mit dem Thomas es unter die letzten 20 hoffnungsvollen Kandidaten geschafft hat: Wie es sich für jemanden aus dem Kanton Schaffhausen gehört, hat er dieses auf dem Munot, genaugenommen im Rosengarten, gedreht. Dort posiert der ehemalige Junior des VfB Stuttgart und zeigt, was am besten kann: Gut aussehen und kicken. Mit einem Ball am Fuss und nackten Oberkörper hofft er, dass er bei der Jury «einen weiteren Volltreffer landen kann.»

Direkt in Laax, der ersten Station für die Kandidaten und Kandidatinnen, überzeugt er dann die Jury bei seinem ersten «Walk». Während andere Kandidaten und Kandidatinnen bereits herbe Kritik kassieren, bekommt Thomas das Urteil: «Sieht cool aus». Im persönlichen Gespräch bewundert dann Manuela Frey noch seine Augen – Das gibt Selbstbewusstsein.

Alles in allem hat Thomas also einen guten ersten Eindruck hinterlassen – das braucht er auch, denn es geht direkt weiter zur nächsten Aufgabe. Vor einem Profifotografen sollen die Kandidaten ihre «Personality» zeigen – und ja, die Anglizismen werden nicht weniger. Dies sollen sie mit ihrem ganz persönlichen Look schaffen.

Eine kurze, dezente Erwähnung des Hauptsponsors später («Wir haben hier ganz viele, tolle Kleider von Zalando»), haben die Möchtgernmodels die Möglichkeit, sich ein Outfit auszusuchen um dann später binnen einer Minute bei einem Fotoshooting die beiden Jurorinnen zu überzeugen. Zehn Minuten haben sie Zeit, so viel «personality» wie möglich in ihren Look zu packen.

Die Vorgaben der Jurorinnen für Thomas sind dabei klar: «Du siehst super aus, hast einen coolen ‹Body› und bist ein cooler Typ – das wollen wir jetzt sehen.»

«Uuuuuh, ein Checker»

Die Frage, die dann im Raum steht, ist die folgende: Wenn man seine Persönlichkeit über die Kleider definiert, was für eine Person ist dann wohl Thomas, der sich für eine Camouflage-Jacke, ein tief ausgeschnittenes schwarzes Unterhemd, eine graue, enge Hose mit Sandalen und eine Sonnenbrille entscheidet?

Das soll erstmal egal sein, denn jetzt schlägt Thomas erste, grosse Stunde: Im Sekundentakt posiert er, mal mit verschränkten Armen, mal mit einem verschmitzten Lächeln. Auf die Aufforderung von Manuela Frey er müsse nicht so «posen», sondern könnte auch mal etwas natürlich machen, ist Thomas Reaktion, dass er seine Sonnenbrille aufsetzt und den beiden Damen einen vielsagenden Blick zuwirft. Diese quittieren das mit einem «Uuuuuh, ein Checker.»

Damit wäre dann wenigstens auch geklärt, was für eine «personality» dieses Outfit ausstrahlte.

«So herzig…»

Das Foto, welches die beiden dann auswählen, hat aber dann gar nichts mit «Checker»: Es ist ein fast schon braves Bild, bei dem Thomas natürlich und freundlich lächelt – ohne Sonnenbrille, ohne Pose. Würde man nur den Kopfausschnitt nehmen, könnte es auch als Bewerbungsfoto für eine Bankkaufmannlehre durchgehen. «So herzig…», ist der Kommentar der Jurorinnen dazu. Von Checker zu herzig – so schnell kann es gehen. Dann ist es allerdings schon soweit, dass die ersten vier nach Hause gehen müssen – Keine Sorge, Thomas ist nicht dabei. Lange freuen kann er sich allerdings nicht über diesen kleinen Erfolg, denn jetzt muss er wieder «Walken».

Vor dem Walk, den die jeweils zwei Kandidaten zusammen machen müssen, werden sie hergerichtet. Die Haare werden frisiert, das Gesicht «angemalt» und es geht los. Der Designer, der die Nachwuchsmodels auf den Catwalk schickt, erwartet von ihnen schliesslich viel «attitude» und «passion», wenn sie seine Kleider tragen.

Mode ist Geschmacksache und das, was Thomas tragen muss, entspricht wohl überhaupt nicht seinem Geschmack. Sein Partner Jonas wirkt dabei schon natürlicher, während Thomas mit einem Blick, der irgendwo zwischen «Wo bin ich hier gelandet?» und «DAS trägt jemand?!» liegt, steif den Laufsteg entlang stapft. Dass er es besser kann, zeigte er ja schon bei seinem Redaktionsbesuch bei uns:

Dass er sich nicht wohlfühlt, merken dann auch die Jurorinnen und bewerten seinen Walk nicht nur als «steiff», sondern «krass steif». Immerhin: Sein «posen» ist dieses Mal nicht «too much».

Eine gute Leistung und ein «krass steifer» Walk – reicht das, damit er sein Foto bekommt? Oder endet für ihn sein Ausflug bei «Switzerlands next Topmodel» bereits nach der ersten Folge? Klicken Sie unten, um es zu erfahren.

Wer als «herzig» bezeichnet wird, wer «so schöne Augen» hat, der darf noch nicht heimgehen, finden die beiden Jurorinnen. «Wir wollen absolut nicht auf euch verzichten», ist ihr Urteil für Jonas und Thomas, die den zusammen die Kleider präsentieren mussten.

Thomas bekommt ein Foto und darf nächste Woche in die Modelvilla einziehen – und muss sich auf ein Umstyling gefasst machen.

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