90 Prozent tot: Äschen im Rhein bleiben für Fischer tabu

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Schaffhauser N…

80 bis 90 Prozent der Äschen im Rhein sind dem Hitzesommer 2018 zu Opfer gefallen. Der Kanton Schaffhausen hat das Fischfangmoratorium für den Rhein um ein weiteres Jahr verlängert.

Die toten Fische aus dem Rhein haben den Hitzesommer 2018 geprägt. Bild: zvg

In der ersten Augusthälfte 2018 kam es im Rhein zu einem grossen Fischsterben. Aufgrund der anhaltend sehr hohen Wassertemperaturen im Rhein von teilweise über 27 Grad verendeten rund fünf Tonnen Fische – insbesondere Äschen und teilweise Forellen. Durch von Fischern und den kantonalen Fischereifachstellen angelegten Kaltwasserbereiche konnte Schlimmeres verhindert werden. Ein Fischfangmoratorium  für die Saison 2018/19 – vom 1. Oktober 2018 bis 30. September 2019 - sollte den Beständen ermöglichen, sich zu erholen. Trotzdem: Die unterdessen durchgeführten Laichfischfänge und weitere Bestandeserhebungen haben einen grossen Schaden am Äschenbestand bestätigt - 80 bis 90 Prozent (2003: 97 Prozent) der Tiere fielen der Hitze zum Opfer.

Aus diesem Grund gab das dafür zuständige Departement des Innern des Kantons Schaffhausen am Dienstagmorgen bekannt, dass das aktuell bestehende Fischfangmoratorium für Äschen und Forellen im Rhein um die Saison 2019/20 – vom 1. Oktober 2018 bis 30. September 2019 – verlängert wird. Dieser Entscheid wurde auf Empfehlung der Äschenkommission und in Absprache mit den Nachbarkantonen Thurgau und Zürich getroffen.

Pachtzinsreduktion für Fischer gilt weiterhin

Forellen bleiben weiterhin lediglich im Rüdlingerwasser fangbar. Ebenso aufrechterhalten wird laut dem Departement des Innern die Pachtzinsreduktion für die Pächter der Fischereireviere im Rhein.

Die Verlängerung des Fischfangmoratoriums soll den beiden für den Hochrein charakteristischen Fischarten die Möglichkeit zur Regeneration geben. (daz) 

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