Betrugsfall? Falsche Schaffhauser Ärztin soll Opfer abgezockt haben

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Schaffhauser N…

Um 212'000 Franken soll eine 36-jährige Schaffhauserin ihre Nachbarn betrogen haben. Sie gab sich als Ärztin aus und fälschte dafür Urkunden und Dokumente.

Die Schaffhauserin gab sich als Ärztin aus und betrog ihre Nachbarn um eine grosse Summe Geld. Symbolbild: Pixabay

Es gibt Berufsgruppen, die einen Vertrauensvorschuss für sich beanspruchen können: Ärzte gehören dazu. Allein ihre weissen Kittel strahlen eine gewisse Souveränität aus. Das hat sich wohl eine 36-jährige Schaffhauserin zu Nutze gemacht. Die Frau mit kosovarischen Wurzeln hat viel kriminelle Energie in ihren erfundenen Lebenslauf gesteckt, hat sich als Ärztin ausgegeben und so ihren Nachbarn und Bekannte um über 200'000 Franken betrogen. 

Wie «20 Minuten» heute berichtet, habe sie ihren Nachbarn vorgegaukelt, zusammen mit einem Ärzte-Kollegen eine Praxis zu führen und für Medikamente dringend Geld zu benötigen - 40'000 Franken wollte sie auf einen Schlag haben. Grund, an den Versprechungen der Frau, sie werde den Kredit umgehend zurückzahlen, zu zweifeln, gab es scheinbar nur wenig. Sie legte ihrem Opfer Promotionsausweise von der Uni Zürich, Arbeitsverträge und Lohnausweise vom Kantonsspital Schaffhausen und Vermögensurkunden von Banken vor. Wie sich später herausstellen sollte, waren alle Dokumente gefälscht. 

Wiederholte Darlehen

Der Nachbar und seine Frau haben das falsche Spiel aber viel zu spät durchschaut. Wiederholt haben sie Darlehensverträge mit der «Ärztin» abgewickelt und ihr Geld gegeben - am Ende sollen es 212'000 Franken gewesen sein. Gemäss «20 Minuten» hat der Nachbar im März dieses Jahres Anzeige gegen die 36-Jährige wegen gewerbsmässigem Betrug und Urkundenfälschung eingereicht. Der Fall werde derzeit von den Strafbehörden geprüft. Es gilt die Unschuldsvermutung. (lex)

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