Kurze Entspannung, bevor es wieder kritisch wird für die Fische

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Schaffhauser N…

Die Temperaturen im Rhein nähern sich weiterhin den kritischen 25 Grad. Auch das Wochenende brachte dort nur geringfügige Entspannung für die Fische in den Schaffhauser Gewässern.

Eine tote Barbe im Rhein: 10 bis 15 Exemplare täglich treiben derzeit beim Kraftwerk im Wasser. Sie ertragen die hohen Temperaturen nicht. Bild: Selwyn Hoffmann

Nach den kühleren Temperaturen und dem Regen vom Wochenende hat sich die Situation für die Fische in den Schaffhauser Gewässern etwas entspannt. Diese Entspannung ist aber nur sehr kurzfristig, so der kantonale Fischereiaufseher Patrick Wasem im Gespräch mit Radio Munot. Er rechnet damit, dass der Rhein noch diese Woche die 25-Grad-Marke erreicht, was beispielsweise für Äschen tödlich ist. Der Wasserpegel bewege sich auf dem Niveau vom Hitzesommer im Jahr 2003. Kein gutes Omen: Damals erreichte der Rhein eine Temperatur von 27 Grad - was zur Folge hatte, dass knapp 97 Prozent der Äschen oberhalb des Rheinfalls verendeten. Der Bestand dieser Art hat sich seitdem nie richtig erholen können. 

Für die Fische hat die Fischereiaufsicht spezielle Kaltwasserzonen geschaffen, zum Beispiel in der Bibermündung. «Dort sollte man aber nicht baden gehen, das stresst die Fische massiv, und sie kämpfen ohnehin schon ums Überleben», sagt der Fischereiaufseher. Vor Ort werden deshalb Plakate aufgestellt, um darauf aufmerksam zu machen, und die Zonen werden zum Teil mit Ölsperren markiert und abgesperrt. «Leider halten sich viele Leute nicht daran», sagt Fischereivereinspräsident Samuel Gründler.

Nicht alle Fische leiden unter der Hitze. Manchen Arten kommt sie sogar entgegen. Gemäss Fischereiverein häufen sich die Meldungen von Welsen im Rhein. Eine gute Nachricht ist das allerdings nicht: Welse sind ein weiterer Konkurrent für die bestehende Fischpopulation. (mit Material von Radio Munot)

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