«Am liebsten arbeite ich am Motor»

Autor
Manuel von Burg

«Am liebsten arbeite ich am Motor»

Andreas Kühlem und Loris Wehrli machen ihre Leidenschaft zum Beruf. Die Lehrlinge bilden den zweiten Teil der Serie über die Menschen hinter der Garage Nordstern in Feuerthalen.

Kochen oder «mechen»? Andreas Kühlem, Automobilfachmann in Ausbildung in der Garage Nordstern in Feuerthalen, fiel die Entscheidung seiner beruflichen Laufbahn nicht leicht. «Ich wollte schon immer mein Hobby zum Beruf machen – leider kochte ich ebenso gerne, wie ich an meinem Mofa herumschraubte», sagt Kühlem. Die Kulinarik erhielt den Vorzug – doch nicht für lange. «Ich habe schnell gemerkt, dass das nichts für mich war und wählte mein zweites Hobby zum Beruf», sagt Kühlem.

Loris Wehrli (links) und Andreas Kühlem prüfen sorgfältig die auszuführenden Servicearbeiten. Bild: Manuel von Burg

Seit einem Jahr ist er in der Garage Nordstern in Ausbildung zum Automobilfachmann, davor hatte er eine Ausbildung zum Reifenpraktiker durchlaufen. Gewechselt hat der Beruf, geblieben ist die Leidenschaft: «Das Zusammenspiel zwischen Getriebe, Motor und der Kraftübertragung auf die Räder faszinierte mich schon immer sehr», sagt Kühlem. Nicht nur die technische, sondern auch die menschliche Seite seines Berufs ist Kühlem sehr wichtig: «Wenn ich sehe, dass der Kunde Spass daran hat, weil ich sein Auto reparieren konnte, freut mich das jedes Mal aufs Neue.»

Auch der Reifenwechsel gehört zum Repertoire der beiden Lehrlinge. Bild: Manuel von Burg

Faszination Automotor

Zur Technik und zu den Raffinessen eines Autos fühlt sich auch Loris Wehrli hingezogen. «Am liebsten arbeite ich am Motor selbst oder am Getriebe.» Seit zwei Jahren befindet sich der 18-Jährige in der Ausbildung zum Automobilmechatroniker. Die Passion für seine Arbeit fand er aber schon früher: «Mir gefiel es nachzuvollziehen, wie die gesamten Abläufe im Motor funktionieren und wie das Auto von A nach B kommt. Viele nehmen das heute als selbstverständlich hin», so Wehrli. Das Interesse für die technischen Feinheiten, aber auch die Freude an Motoren und am Auto sind für ihn die wichtigsten Voraussetzungen für seinen Beruf: «Eine gute Schulausbildung ist natürlich immer von Vorteil. Man muss aber auch Spass und Freude am Auto über die Arbeit hinaus haben, um diesen Beruf längerfristig auszuüben», sagt Wehrli. Sein Credo manifestiert sich nicht nur im Berufsalltag, sondern auch in der Freizeit. «Ich schraube viel an meinem eigenen Auto, vor allem an der Abstimmung von Motor, Getriebe und Fahrwerk, aber auch an demjenigen meiner Familie und von Freunden», so Wehrli. 

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