Gianluca Frontino: «Ein Zurück wird es für mich nicht geben»

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Schaffhauser N…

Der gebürtige Schaffhauser und Ex-FCS-Profi kehrt nach Schaffhausen zurück, allerdings nicht als FCS-Heilsbringer. Er beendet seine Karriere überraschend - und wird Versicherungsberater.

Gianluca Frontino im Dress des FC Schaffhausen.

von Kay Uehlinger und Jeannette Vogel

Gianluca Frontino ist mit 29 Jahren einer, der früh vom Sport in die Berufswelt wechselt. Der Entscheid vom Profi-Fussball zurückzutreten, hat Frontino bereits in der Winterpause in seinen Ferien entschieden, wie die Aargauer Zeitung mitteilt. Seine berufliche Zukunft liegt in Schaffhausen. Nach Ende der Saison mit dem FC Aarau beginnt er ab dem 1. August bei der Mobiliar als Versicherungs- und Vorsorgeberater. Somit folgt er dem Beispiel von Handballer Manuel Liniger, der ebenfalls direkt nach seinem Karriereende bei den Kadetten Schaffhausen in der Berufswelt Fuss gefasst hat.

Gianluca Frontino hat seinen ersten Profivertrag mit 16 Jahren beim Grasshoppers Club Zürich abgeschlossen. «Ich spiele schon eine sehr lange Zeit Fussball», sagt der 29-Jährige. Seine Entscheidung, in die Wirtschaft zu wechseln, sei in den vergangenen Monaten gereift: «Als Spieler muss man auf Vieles verzichten. Besonders nie etwas spontan unternehmen zu können fehlt mir sehr.» Ist er für einen Abschied vom Profifussball nicht noch etwas jung? Dieser Abschied komme für jeden, so der Schaffhauser: «Ich hätte die Entscheidung auch noch herauszögern können. Dazu sah ich aber keinen Grund.» Ein Zurück werde es für ihn nicht geben: «Ich freue mich auf die neue Herausforderung, das zählt jetzt.»

Wie Philipp Früh, Generalagent der Mobiliar Schaffhausen, gegenüber den Schaffhauser Nachrichten erzählt, hat Frontinos Spielerberater – ein pensionierter Mobiliarberater – dem Aarau-Captain zum Wechsel in die Versicherungsbranche geraten. Früh hat 2016 die Nachfolge von Gerhard Schwyn angetreten und jetzt das Beraterpensum der Mobiliar in Schaffhausen von 12 auf 15 Berater aufgestockt. Die eine von drei neuen Stellen wird mit Frontino besetzt. «In den ersten eineinhalb Jahr wird Frontino zwar bereits als Berater tätig sein, gleichzeitig aber eine interne Ausbildung zum Kundenberater absolvieren», meint Früh. 

Dem Fussball bleibt der ehemalige FCS-Profi dennoch erhalten. Er wird im kommenden Sommer in Diessenhofen die erste Mannschaft (2. Liga) als Spielertrainer übernehmen und sich in Zukunft auf seine Trainerausbildung konzentrieren.

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