Smiljanic nach Tumult-Aussprache: «So einen Satz habe ich bestimmt nicht gesagt»

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Schaffhauser N…

Hat der FC Schaffhausen Trainer nach dem Spiel gegen Rapperswil-Jona einem Fan mit Schlägen gedroht? Auf Facebook wird das behauptet – laut dem FCS Trainer stimmt das aber nicht.

Nach dem Spiel stellten die Fans die Mannschaft und den Trainer zur Rede. Bild: Pascal Oesch

von Ralph Denzel und Tobias Erlemann

Unschöne Szenen nach dem FCS Spiel gegen FC Rapperswil-Jona: Nach dem fünften sieglosen Spiel in Folge stellten sich die Spieler und der Trainer des FC Schaffhausen den mitgereisten Fans. Was dann genau passierte, ist widersprüchlich: Laut der Facebookseite der Fangruppe «Bierkurve Schaffhausen» habe Trainer Boris Smiljanic nach «gewissen Rufen» aus der Gruppe (gemeint sind die Fans – Anm. d. Red) gedroht: «Dem schlohni eis ad Schnorrä!» Er habe dann auch in die Richtung der betroffenen Person gehen wollen, was die Fans aber verhindert hätten.

Das Posting, wonach Boris Smiljanic mit Gewalt gedroht haben soll. Bild: Screenshot Facebook

Boris Smiljanic stellt die Situation auf Anfrage anders dar: Demnach sei er nach dem Spiel zu den Fans gegangen und habe mit ihnen reden wollen. Ein stark alkoholisierter Fan habe ihn anspucken wollen. «Das geht gar nicht, das ist unterste Schublade und respektlos», sagt Smiljanic auf Anfrage der SN. Er habe das Gespräch - ohne die Drohung - abgebrochen. «So einen Satz habe ich bestimmt nicht gesagt, das ist nicht meine Wortwahl. Und auf ihn zugehen wolle ich zweimal nicht, ich bin direkt in den Bus», so Smiljanic.

Die Bierkurve widerspricht dieser Aussage und behauptet, es gebe genug Zeugen, dass dies nicht geschehen sei.

Was genau passiert ist, lässt sich nicht rekonstruieren. Die Stimmung zwischen Fans und Mannschaft scheint nun aber vollends im Keller zu sein – dabei bräuchte der FC Schaffhausen den Rückhalt seiner Anhänger, wenn er in den nächsten Wochen wieder Punkte sammeln will. Am kommenden Samstag trifft der FCS im heimischen Lipo-Park um 17.30 Uhr auf den FC Vaduz. Smiljanic will sich daher erst mal wieder auf das Sportliche konzentrieren: «Das ist mein Job, ich muss die Mannschaft wieder in die Spur bringen. Für die Kommunikation bin ich nicht zuständig.» Die Anliegen der Fans nehme der Trainer aber ernst. Vor dem Tumult nach dem Rappi-Match habe er mit zwei «Fan-Häuptlingen» ein «gutes und ruhiges Gespräch» in der Kabine gehabt. 

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