Seit zweieinhalb Jahren kein Derby mehr verloren

Autor
Daniel Zinser

Am Samstag steht für den FC Schaffhausen das Derby gegen den FC Winterthur an. Mit Blick auf die Statistik dürfen die Munotstädter mit viel Selbstvertrauen in die Eulachstadt fahren.

Derbys gegen den FC Winterthur, wie hier im Dezember auf der Schützenwiese, sind immer hitzig. Die letzten sieben Partien konnte der FC Schaffhausen alle für sich entscheiden. Bild: Roger Albrecht

25. August 2018: Der FC Schaffhausen zeigt im Lipo Park gegen Super-League-Absteiger Lausanne-Sport ein gutes Spiel und erkämpft sich gegen den Aufstiegsfavoriten einen Punkt. Mit etwas mehr Glück wäre sogar der Sieg möglich gewesen. Die Fans in der Bierkurve machen zwar während 90 Minuten Stimmung, haben ihr Augenmerk aber bereits auf das diesen Samstag stattfindende erste Derby der Saison gerichtet. Immer wieder schallt das laute «Derbysieger, Derbysieger, Derbysieger» der Schaffhauser Fans durch das Stadion. Die Vorfreude auf das erste Saisonspiel gegen den FC Winterthur ist gross.

20. Februar 2016: In den «Schaffhauser Nachrichten» erscheinen letzte Leserbriefe zur Durchsetzungsinitiative, welche am darauffolgenden Wochenende zur Abstimmung kommt. Im Aargau treffen bei der Polizei erste Indizien zum grausamen Vierfachmord in Rupperswil ein und in England wirbt der Bürgermeister von London, Boris Johnson für den Brexit. Am selben Tag verliert der FC Schaffhausen auf der Schützenwiese sein letztes Spiel gegen den Rivalen FC Winterthur mit 1:0. Seither hat der FC Schaffhausen in mehr als zweieinhalb Jahren nicht mehr gegen den Erzrivalen aus der Eulachstadt verloren.

Nun steht also am Samstagabend das nächste Derby an. «Eine solche Serie ist für uns und die Fans natürlich toll», erklärt Luca Tranquilli, der sich mit seinem Team gerade auf das sechste Saisonspiel vorbereitet. Nach zwei Unentschieden im Jahr 2016 konnten die Munotstädter die letzten sieben Spiele gegen den Rivalen alle gewinnen. Das Torverhältnis von 14:4 während dieser Zeit spricht ebenfalls für den FC Schaffhausen. «Das gibt uns natürlich schon Selbstvertrauen und ein gutes Gefühl vor dem Spiel», so der Captain.

Es fängt wieder bei 0:0 an 

Das Spiel von morgen sei aber auf keinen Fall ein Selbstläufer. «Jedes Spiel fängt wieder von vorne und bei 0:0 an», erklärt Tranquilli. Ähnlich sieht das auch sein Trainer Boris Smiljanic: «Das sind nicht viel mehr als positive Nebengeräusche». Die Fans würden das nicht gerne hören, aber für ihn sei jedes Spiel gleich wichtig, so der Chef der Gelb-Schwarzen. Beide Teams hätten über den Sommer hindurch viele Wechsel gehabt und die Siegesserie habe für das Spiel von Samstag keine wirkliche Aussagekraft.

In der Tat ist das Spiel am Samstag schwer einzuschätzen. Der FC Winterthur hat einen guten Saisonstart hingelegt und steht seit langem wieder mal über den Munotstädtern in der Tabelle. Nach Siegen gegen den FC Aarau und Rapperswil-Jona haben die Eulachstädter aber das letzte Spiel gegen den FC Will verloren und verbleiben so bisher wie die Schaffhauser bei sieben Punkten.

Mit einem weiteren Sieg im Derby könnten sich die Munotstädter also am Konkurrenten vorbeischieben. In Schaffhausen ist man auf jeden Fall bereit. «Wir haben gegen Absteiger Lausanne ein gutes Spiel abgeliefert und freuen uns auf den Samstag», schaut Luca Tranquilli dem Spiel zuversichtlich entgegen. Natürlich wollen auch die Spieler das Derby wieder gewinnen. «Gerade für mich als Schaffhauser ist das Spiel natürlich ein besonderes und ich hoffe, wir werden unsere Fans wieder glücklich machen». Trainer Smiljanic teilt die Meinung seines Captains: «Ich will jedes Spiel gewinnen».

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