FC Schaffhausen - Club der Traumtore

Autor
Daniel Zinser

Der FC Schaffhausen ist mit 16 Punkten aus den ersten 12 Spielen verhalten in die Saison gestartet. Ein Besuch im Stadion lohnt sich aktuell aber aus anderen Gründen besonders.

Während der Ball im Winkel landet, dreht sich Luca Tranquilli am linken unteren Bildrand bereits zum Jubeln ab. Bild: Screenshot SFL TV

Samstagnachmittag in Herblingen: Es läuft die 34. Minute im 111. Derby des FC Schaffhausen gegen den FC Winterthur im Schaffhauser Lipo-Park. Luca Tranquilli bekommt rund 20 Meter vor dem gegnerischen Tor zu viel Platz und knallt den Ball einfach mal in den linken oberen Winkel. Traumtor. Schon wieder. (Hier gibt's das Tor zum Anschauen) Bereits in der vergangenen Saison hat der Schaffhauser mit einem tollen Treffer gegen Winterthur geglänzt. «Es ist ein geiles Gefühl einen solchen Treffer zu erzielen, da kommen die Emotionen hoch», erinnert sich Luca Tranquilli gerne zurück.

Traumtore am Fliessband 

Gelingt dann ein solches Tor noch im Derby sei das besonders toll, so der Offensivspieler. Sein Lupfer über den chancelosen Torhüter Matthias Minder wurde damals zum Tor des Monats April gewählt.  Doch damit nicht genug. Verdient hätte diesen Titel auch Hélios Sessolo. Er sorgte im gleichen Spiel mit seiner wunderbaren Direktabnahme nämlich für die Entscheidung. (Die Tore gibt es hier zum Anschauen).

Vorbei war es danach mit dem Traumtoren in der Munotstadt noch lange nicht. Im Folgemonat verwandelte Danilo del Toro im Spiel gegen den FC Wohlen eine Ecke direkt. Auch dieser sehenswerte Treffer wird in der Folge zum Tor des Monats gewählt.

Neue Saison, neues Glück

Auch in der neuen Saison hört der FC Schaffhausen nicht auf mit dem Schiessen von schönen Toren. So ist es nicht verwunderlich, dass der Schütze des Tor des Monats August bereits wieder aus Schaffhausen kam. Dieses Mal war es Miguel Castroman. Der Offensiv-Künstler der Schaffhauser gewann den Titel dank eines sehenswerten Weitschusses gegen Absteiger Lausanne Sport (Video unten). Dabei wären sein Freistoss-Treffer gegen den FC Chiasso (hier zum Anschauen) und die vier wunderschön herausgespielten Tore im bisher wohl besten Saisonspiel gegen den FC Vaduz ebenfalls einer Nomination würdig gewesen. (hier zum Anschauen)

Doch wieso schiesst der FC Schaffhausen überhaupt so viele schöne Tore? Für Luca Tranquilli ist die Antwort klar. «Wir getrauen uns immer wieder mal aus der Distanz abzuziehen», so der FCS-Spieler. Solche Situationen werden immer wieder im Training geübt. Auch dank dem Trainer: Boris Smiljanic gebe ihnen dazu immer wieder die Gelegenheiten, erklärt Tranquilli. Und natürlich gehöre dann auch immer etwas Glück dazu. 

Oktober 2018: Die nächsten zwei Traumtore 

Ob Tranquilli mit seinem Distanzkracher aus dem Winterthur-Spiel den nächsten Tor-des-Monats-Titel in die Munotstadt holt, ist noch alles andere als gewiss. Grosse Konkurrenz hat er nämlich aus dem eigenen Lager. FCS-Verteidiger Arijan Qollaku erzielte anfangs Monat gegen den FC Rapperswil-Jona ebenfalls ein absolutes Prachtstor (hier geht's zum Tor). «Es ist schade, dass wir die Tore im gleichen Monat erzielt haben», schmunzelt Luca Tranquilli. «Sonst hätten wir den Titel vielleicht gleich drei Mal in Folge gewonnen.» Entscheiden, welches der Tore das Bessere war, will er sich nach längerem Überlegen nicht. «Das sollen die Fans entscheiden».

 

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