Kritik aufnehmen, Konzept anpassen

Autor
Daniel Koch

Die Kritik am Stadionprojekt des FC Schaffhausen wegen des Verkehrs- und Sicherheitskonzeptes wurde sofort aufgenommen. FCS-Geschäftsführer Marco Truckenbrod Fontana verspricht Optimierung.

Ein Duo mit viel Arbeit: FCS-Geschäftsführer Marco Truckenbrod Fontana (links) und Cheftrainer Murat Yakin bereiten sich auf die Rückrunde vor. Bild: Daniel F. Koch

Der Quartierverein Herblingen hatte kritisiert, dass aus seiner Sicht das Verkehrskonzept im Zusammenhang mit dem neuen Schaffhauser Fussballstadion, dem Lipo-Park, verbesserungswürdig sei. Zudem sollen noch bauliche Massnahmen am Bahnhof Herblingen durchgeführt werden, um die anreisenden Zuschauer sicher ins Stadion zu leiten. Gedacht ist an eine provisorische Treppe vom Perron hinauf zum Stadion. «Wir hatten hierzu gestern eine Sitzung mit der Polizei und Methabau», erklärte Marco Truckenbrod Fontana.

Weiter berichtete der FCS-Geschäftsführer, dass der FC Schaffhausen die vom Quartierverein Herblingen geforderten Verbesserungen und Ausschilderungen prüfen werde und nach einer geeigneten Lösung suche. «Es ist ja auch in unserem Interesse, wenn wir Kritik ernst nehmen und Korrekturen anbringen», sagte Truckenbrod Fontana. Auch wenn die Stellungnahme des Bundesamtes für Verkehr (BAV) noch fehlt und es zusätzliche Auflagen verlangen könnte, mit der Auswirkung, dass die Fussballfans mit dem Bus vom Bahnhof Schaffhausen ins Herblingertal gefahren werden müssten (auf wessen Kosten?), glaubt man im Lager des FC Schaffhausen und bei der Firma Methabau, dass am 25. Februar auf jeden Fall das Eröffnungsspiel ausgetragen wird.

Die ebenfalls auszumachende Kritik, dass die Eintrittspreise zu hoch seien, kann Marco Truckenbrod Fontana nicht nachvollziehen. Man biete viel Komfort für den Preis und mit der Family-Corner ein günstiges Angebot für Familien. Insgesamt biete der Club seinen Besuchern einiges und sei in der Preisgestaltung moderat. Ein Blick auf andere Schweizer Clubs würde das bestätigen.

Gegen St. Gallen ohne Zuschauer

Im Gegensatz zum Testspiel am Samstag um 14 Uhr (Sportanlage Juchhof in ZH-Altstetten) gegen YF Juventus Zürich, zu dem jeder kommen kann, wird das Testspiel am 26. Januar gegen St. Gallen im Lipo-Park unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden. Der Grund? «Ganz einfach, das Stadion ist noch nicht abgenommen», sagt Truckenbrod Fontana. Das Team von Trainer Murat Yakin bereitet sich intensiv auf die Rückrunde vor. Nach wie vor befinden sich Muhamed Demiri (Thun) und Yannick Brecher (FC Zürich) im Training beim FCS, wie auch Sanijel Kucani (St. Gallen U 21) und der clublose Yassin Mikari. Zu diesem Quartett ist Thomas Fekete (21) von den Young Boys aus Bern gestossen. «Fekete ist ein Verteidiger für die linke Seite, kann aber auch im linken Mittelfeld spielen», sagt Marco Truckenbrod Fontana über den Testspieler, der eigentlich von Trainer Yakin schon zu einem früheren Zeitpunkt hätte begutachtet werden sollen, wegen einer Verletzung aber erst jetzt dran ist.

Gegen den Promotion-Leauge-Club YF Juventus Zürich möchte Trainer Yakin seine Spieler im taktischen Bereich testen, das Umschalten üben und mehr Stabilität sehen. Das, was gegen den FC Zürich beim 1:3 noch nicht so funktioniert hat, wie Yakin sich das vorstellt. Murat Yakin wird weitere Kandidaten testen, um sein Kader für die Ligaerhalt-Mission zusammenzubekommen. «Ideal wäre», sagt er, «wenn jede Position doppelt besetzt wäre.»

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