Land in Sicht: So wenig Wasser hat der Rhein

Autor
Kay Uehlinger

Der Wasserstand des Rheins ist massiv zurückgegangen. Mit der Kamera ausgerüstet sind wir in Stein am Rhein auf Land gestossen.

Das sonst malerische und lebendige Städtchen Stein am Rhein gleicht momentan einem tristen, kalten Ort. Wenige Menschen auf der Strasse, die Stühle und Tische auf den Terrassen der Restaurants an der Schifflände sind weggeräumt und der Rhein führt nur noch wenig Wasser.

Zwar erleben wir einen goldenen Herbst, doch die Trockenheit dieses Sommer ist noch immer spürbar. Warme Temperaturen und wenig Regen sorgten für einen weiteren Rückgang des Wasserstandes des Rheins. So liegt der aktuelle Pegelstand bei der offiziellen Messstation in Konstanz, am anderen Ende des Untersees,  mit 280 Zentimetern, so tief wie kaum bisher. Der absolut niedrigste Wasserstand wurde in Konstanz am 1. Januar 1823 mit 210 Zentimetern aufgezeichnet. Auch wenn jetzt noch deutlich mehr Wasser den Rhein hinunterfliesst als damals: Für den Monat November ist der tiefe Wasserstand aber doch eher ungewohnlich. Im Schnitt liegt der Wasserpegel über die Jahre hinweg bei 321 Zentimetern. Im vergangenen Jahr waren es sogar nochmals 20 Zentimeter mehr. 

Im Vergleich dazu das andere Extrem. Beim Jahrhunderthochwasser zu Pfingsten 1999 wurde eine Pegelhöhe von 565 Zentimetern abgelesen.

Wassermanagement gemeinsam planen

Von Hochwasser war man in diesem Sommer weit entfernt. Vielerorts wurde sogar ein Wasserentnahmeverbot - vor allem für kleinere Bäche und Flüsse -  ausgesprochen und man hat entsprechende Massnahmen ergriffen, um der Trockenheit entgegenzuwirken. Damit man in Zukunft von Anfang an besser gegen solche Trockenperioden vorgehen kann, raten Hydrologen Gemeinden und Kantonen über die Grenzen hinaus gemeinsam ihr Wassermanagement planen und organisieren.

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