Bis zu 97 km/h in Schaffhausen: Das war der erste Herbststurm dieses Jahres

Autor
Alexa Scherrer

In der Nacht auf Montag überquerte eine Kaltfront die Schweiz und brachte - gerade auch in der Region Schaffhausen - starke Windböen mit sich. Es dürften noch einige solcher Stürme folgen.

In mehreren Schaffhauser Gemeinden sind wegen des Sturms Äste auf die Strasse gekracht. Symbolbild: Pixabay

Der Sommer ist definitiv vorbei, das hat auch die Region Schaffhausen zu spüren bekommen. Zwar strahlt derzeit die Sonne, der Wind hat allerdings merklich aufgefrischt. Insbesondere in der Nacht auf Montag sorgte Sturmtief «Mortimer», das von Dänemark her eine Kaltfront über die Schweiz hinweglenkte, für heftige Böen. Auf dem Napf etwa wurden sogar Orkanböen mit Spitzenwerten von 121 Kilometern pro Stunde gemessen. Im Flachland liegt Schaffhausen auf dem ersten Platz - hier wurden 97 Kilometer pro Stunde erreicht. Diese Zahl ist laut Roger Perret von Meteonews allerdings mit Vorsicht zu geniessen - denn der Windmast dieser Schaffhauser Messstation liegt höher als andernorts. 

Auch sonst zeigt sich Perret nicht sonderlich beeindruckt vom Sturm der vergangenen Nacht. «Das war das erste Mini-Stürmli dieses Herbst/Winter-Halbjahres, da werden noch mindestens zehn solche kommen. Ein Meteorologe hat nur ein müdes Lächeln dafür übrig», sagt er gegenüber shn.ch. Im Verlaufe des heutigen Montags flache der Wind immer noch mehr ab, in den nächsten Tagen blase er nur noch schwach bis mässig. Erst am Freitag drehe der Wind und eine leichte Bise komme auf. 

Das Wetter bis Ende Woche sei «eine durchzogene Geschichte», sagt Perret. Auf einen schönen Montagnachmittag folge ein guter Dienstagvormittag mit wenig Wolken, am Abend komme es dann zu Schauern. «Der Mittwoch gestaltet sich wie im April: Schauer, Sonne, kühle Temperaturen», sagt Perret. Danach geht das Wechselbad der Gefühle bis und mit Sonntag weiter - das Wetter sei mal gut, mal durchzogen, mal regnerisch. 

Sturmfolgen in Schaffhausen

Der nächtliche Sturm hat auf Schaffhauser Boden übrigens kaum Schäden angerichtet. «Es gab keine gröberen Meldungen», sagt Polizeisprecherin Cindy Beer auf Anfrage. In Lohn und Schleitheim seien Äste auf die Strasse gekracht, die man wegräumen musste und in Dörflingen sei ein Baum auf die Fahrbahn gestürzt. Verletzt worden sei niemand und auch von Sachschaden war nicht die Rede.

 

 

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