Sache ... Sächeli

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Schaffhauser N…

Von einem blutigen Jubiläum, einer Schneeballschlacht, einem alt SP-Nationalrat und dreissig Pressekosaken

Eugen Buchter beim Blutspenden

Wer in Davos in den Ferien weilt, könnte einem bekannten Schaffhauser Gesicht begegnen: Im «Landhuus»in Frauenkirch arbeitet derzeit die Wilchinger Alphornspielerin Lisa Stoll im Service, und zwar bis zum Ende der Saison. Dies hat uns ein Leser mitgeteilt, der im «Landhuus» Silvester feierte.

 

Ein kleines Jubiläum feiern konnte letzte Woche Eugen Buchter (67) aus Thayngen. Er spendet seit 1975 regelmässig Blut, und am 28. Dezember war es zum 100. Malso weit, wie die Spitäler Schaffhausen melden. Als kleine Anerkennung hat er für seinen langjährigen Einsatz einen Pro-City-Gutschein erhalten.

 

Jeder Autofahrer weiss: Der Wagen muss vom Schnee befreit sein, bevor man losfährt. Und so griffen zahlreiche Autofahrer am Montagabend zum kleinen Besen oder Eiskratzer, um ihre Autos von der weissen Pracht zu befreien, die da vom Himmel fiel. «Ich schalte einfach über mein Handy die Heizung ein, und dann ist der Schnee geschmolzen, wenn ich nachher losfahren will», sagte aber ein Fahrer eines Elektroautos. Einen Schneebesen brauche er nicht im Wagen. Das mag zwar praktisch sein, so eine ferngesteuerte Heizung, nur schnell ist es nicht. Und so blieb am Montagabend auf einem Parkplatz in Thayngen für die Mitfahrer genügend Zeit für eine ausgelassene Schneeballschlacht, während der ­E-Motor den Wagen auf Betriebstemperatur vorheizte. Praktisch mag es sein so ein modernes Heizsystem, nur braucht es auch eine ordentliche Portion Geduld...

 

Und auch für Velofahrerist frisch gefallener Schneeimmer so eine Sache. So durften sich die Autofahrer auf der Feuerthaler Brücke über geräumte Fahrbahnen freuen, doch hat man wohl nicht damit gerechnet, dass gestern Morgen auch Menschen auf ihren Drahteseln zur Arbeit gefahren sind. So lässt sich jedenfalls erklären, weshalb die Velospur von einer rutschigen Schicht Schnee (oder viel mehr «Pflotsch») überzogen war.

 

Alt SP-Nationalrat Rudolf Strahm spart nicht mit Kritik an seiner eigenen Partei: «Es gibt eine soziale und kulturelle Ignoranz gegenüber den Erfahrungen der Arbeiterschicht, der Mittelschichten, von Leuten über 50, die den Arbeitsmarkt ganz anders erleben. (…) 65 Prozent der Jugendlichen machen eine Berufslehre. Aber wer redet in der SP noch von der Lehre?», sagte er gestern in einem Interview mit der «Basler Zeitung». Lobende Worte findet er aber für eine Genossin aus Schaffhausen: SP-Nationalrätin Martina Munz sei eine der wenigen, die noch wisse, was Berufsbildung sei. Munz’ Manko, sagt Strahm, sei allerdings, dass man sie zu wenig kenne.

 

Den Silvesterhock des Pressevereins gab es schon vor einem Jahrhundert, wie ein kürzlich wiedergefundener Brief der Buchdruckerei Stamm vom 11. Oktober 1919 beweist, den der gegenwärtige Vereinspräsident und stellvertretende SN-Chefredaktor Sandro Stoll am Silvesterhöck 2016 vorlas. Für die damals in Schleitheim erwarteten rund 30 «Pressekosaken» wurden im Sinne einer «üblichen Weinspende» 60 Weinflaschen «Mühlewegler» bestellt – das sind zwei pro Person. Trinkfest waren die Schaffhauser Journalisten also schon damals.

 

Fast 400 Spieler nahmen am Neujahrs-Pokerturnier im Swiss Casino Schaffhausen teil. Im Finale am Berchtoldstag einigten sich die vier verbliebenen Spieler auf einen Deal nach Chips. Marcel Brunner, der am meisten Chips erspielt hatte, durfte einen Gewinn von über 30 000 Franken entgegennehmen.

 

Gestern auf dem Platz, der Platz heisst: Zwei Männer von Grün Schaffhausenladen Pflanzenkübelab und stellen sie auf. «Diese Pflanzen sind winterhart», sagt der eine, «die Kälte macht ihnen nichts aus.» Und der andere: «Eigentlich wären die Kübel die ganze Zeit hiergewesen, wir haben sie nur weggenommen, um sie während der Feierlichkeiten in der Neujahrsnacht vor dem Abfall zu schützen.

 

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