Wenn Terroristen angreifen: Anti-Terror-Übung am Singener Bahnhof

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Schaffhauser N…

200 Beteiligte haben in der Nacht auf Donnerstag am Singener Bahnhof den Ernstfall geprobt: Ein Anschlag auf den Bahnhof Singen.

Besonders im Fokus stand die Fortbildung der Einsatzkräfte. Bild: Bundespolizei

Nach der Anti-Terror-Übung der Bundespolizeiinspektion Konstanz, des Hauptzollamtes Singen und der Eidgenössischen Zollverwaltung (EZV) mit etwa 200 Beteiligten in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag ziehen die Beteiligten eine positive Bilanz. Ziel des gemeinsamen Trainings war es, das Zusammenwirken der verschiedenen Sicherheitsbehörden im Grenzraum bei der Bewältigung komplexer lebensbedrohlicher Einsatzlagen unter möglichst realistischen Bedingungen zu üben. Hierbei sollten die vorhandenen Einsatzvorgaben auf ihre Tauglichkeit in der Praxis überprüft werden. Besonders im Fokus stand die Fortbildung der Einsatzkräfte, welche im Fall eines Anschlags als erste Interventionskräfte vor Ort mit einer solchen Situation konfrontiert werden.

Die übenden Polizei- und Zollkräfte standen in insgesamt drei Übungsdurchgängen vor der Herausforderung gegen die Täter vorzugehen, diese handlungsunfähig zu machen und Verletzte zu versorgen bzw. deren Versorgung zu ermöglichen. Die Koordination der Abläufe, verbunden mit dem optimalen Einsatz der ersten Eingreifkräfte vor Ort, standen zudem auf dem Prüfstand.

«Die Übung hat die Handlungsfähigkeit unserer Beamten unter Beweis gestellt und ausserdem gezeigt, dass sich die bisherigen Fortbildungsmassnahmen ausgezahlt haben», so der Leiter der Bundespolizeiinspektion Konstanz, Tobias Lehmann. Die stellvertretende Leiterin des Hauptzollamtes Singen, Bertine Geyer, ergänzte im Anschluss an die nächtliche Übung: «Das Objekttraining im Bahnhof Singen hat wichtige Ergebnisse geliefert hinsichtlich der Zusammenarbeit der hier beteiligten Sicherheitspartner im Grenzraum im Fall einer besonderen Einsatzlage.»

Auch Thomas Zehnder, Kommandant der Grenzwachtregion II der Eidgenössischen Zollverwaltung (EZV) und Chef des Zollkreises II, betonte die Notwendigkeit der Durchführung derlei Übungen. Es wurde erkannt, dass die Abstimmung der Eingreifkräfte in einem möglichen Anschlagsfall sehr abstimmungsintensiv ist, insbesondere im Grenzraum, so Zehnder.

Die Übung fand mit Unterstützung der Deutschen Bahn und unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. (rd)

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