SH Power senkt Strompreise – EKS hält sie stabil

Während SH Power die Strompreise im kommenden Jahr senkt und damit einen Vierpersonenhaushalt um rund 45 Franken entlastet, hält die EKS ihre Tarife stabil. Unter anderem wegen steigender Netzkosten.
Die Kundinnen und Kunden von SH-Power dürfen sich im kommenden Jahr über tiefere Strompreise freuen. Für einen typischen Vier-Personen-Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 4500 Kilowattstunden bedeutet dies eine Entlastung von rund 45 Franken.
Grund dafür ist die Senkung des Energiepreises um 1.35 Rappen pro Kilowattstunde. Gleichzeitig steigen laut SH-Power die Netznutzungskosten leicht (0.4 Rp./kWh), während die Abgaben marginal sinken (–0.05 Rp./kWh). Unter dem Strich resultiere dennoch eine Ersparnis.
Neu werden zudem die Messkosten separat ausgewiesen, heisst es. Bislang waren sie im Grundpreis enthalten. Sie sollen künftig als eigener Messtarif erscheinen. Man verspreche sich davon eine bessere Nachvollziehbarkeit der Stromrechnung für die Endkunden.
Die neuen Tarife gelten ab dem 1. Januar.
EKS hält Preise stabil wegen neuer Abgaben
Für die Kunden des Elektrizitätswerks des Kantons Schaffhausen (EKS) bleiben die Strompreise hingegen im Durchschnitt auf gleichem Niveau. Zwar sinken die Energiepreise dank günstiger Beschaffung, gleichzeitig steigen jedoch die Kosten für die Netznutzung, heisst es in einer Mitteilung. Hinzu komme ab 2026 eine neue Abgabe: die sogenannten «solidarisierten Kosten». Mit ihnen finanziert der Bund unter anderem Überbrückungshilfen für die energieintensive Stahl- und Aluminiumindustrie.
Anpassungen gibt es bei der Abrechnung: Ab dem kommenden Jahr erhalten Kunden keine Akontorechnungen mehr, sondern vierteljährlich eine Abrechnung ihres tatsächlichen Verbrauchs. Möglich werde dies durch den umfassenden Einsatz von Smart Metern, welche den Stromverbrauch automatisch und präzise erfassen. Auch Einspeisungen aus Photovoltaikanlagen werden künftig quartalsweise gutgeschrieben.
Neuer Flextarif soll steuerbare Anlagen fördern
Parallel zur Umstellung auf den Einfachtarif schafft EKS einen neuen Wahltarif: den sogenannten Flextarif. Damit sollen steuerbare Anlagen wie Wärmepumpen, Elektroheizungen oder Boiler gezielt und netzdienlich eingesetzt werden. Kundinnen und Kunden, die ihre Anlagen flexibel steuern lassen, profitieren von einem vergünstigten Strompreis, heisst es in der Mitteilung.