So wird aus dem Kater ein zahmes Kätzchen

Autor
Alexa Scherrer

Wenn die Augen schwer sind, sich der Kopf anfühlt als sei ein Lastwagen darüber gerollt und der Magen Achterbahn fährt, ist es Zeit für unsere Katertipps - und für unsere Katzen-GIFs.

Beachten Sie unsere Anti-Kater-Tipps - und schon wird der Tiger zum Stubenkätzchen. Bild: Pixabay

Guten Morgen! Na, gestern eins über den Durst getrunken? Man kennt das Phänomen, das am unbarmherzigen Morgen danach seine volle Wucht entfaltet: Rücksichtslos lässt einen der eigene Körper spüren, dass die Party etwas zu lang war, dass man nicht mehr 20 ist - und dass das letzte Bier wohl schlecht war. Gut, an dieser Stelle muss zugegeben werden: Schlecht war bestimmt nicht der Gerstensaft, sondern einfach die Idee, nochmal eine Flasche davon zu trinken. 

Wie auch immer - heute ist der erste Tag des neuen Jahres, das hat schon etwas Symbolträchtiges. 364 jungfräuliche Tage liegen vor einem, höchste Zeit also vom Sofa aufzustehen und dem Selbstmitleid die Zunge rauszustrecken. Wäre da nur nicht der Brummschädel!

Woher die Aussage «Ich habe einen Kater» kommt, ist übrigens nicht zweifelsfrei nachzuweisen. Entweder kommt es vom alten, deutschen Wort «Katarrh», das etwa mit «Unwohlsein» übersetzt werden kann. Die zweite Möglichkeit: Im 18. Jahrhundert stand das Wort «Katzenjammer» für ebendieses Unwohlsein nach Rauschzuständen. Ab dem frühen 19. Jahrhundert gehörte der Ausdruck «Seinen Kater ausführen» zum festen Wortschatz von Studenten, die damit die Folgen des Alkoholkonsums beschrieben. 

Genug Geschichte für heute und zurück zur Gegenwart: Mit diesen fünf Anti-Kater-Tipps sind Sie heute schnell wieder auf dem aufsteigenden Ast:

Viel hilft viel!


Was am Abend zuvor verpasst wurde, sollte am Morgen danach schleunigst nachgeholt werden: Viel Wasser trinken. Der Kater-typische Brand entsteht, weil der Alkohol dem Körper Wasser entzieht. Wer will, kann wahlweise eine Vitaminbrausetablette oder eine wasserlösliche Kopfschmerztablette mittrinken. 

Und was antworten Sie dem Schlauberger, der den Kater mit einem Konterbier bekämpfen will? Bloss nicht! Zwar wird das Leiden durch die erneute Alkoholzufuhr etwas betäubt und vernebelt - dafür leiden Sie später umso schlimmer. Es ist also wie überall im Leben: Wer vor einem Problem flüchten will, muss sich kurz darauf mit zwei rumschlagen.

Den inneren Schweinehund überwinden!


Der Kreislauf braucht einen Tritt in den Hintern. Auch wenn es verlockend ist, bei geschlossenen Fensterläden und mit der Decke über dem Kopf im Bett zu bleiben - helfen tut das gar nichts. Raffen Sie sich auf und wagen Sie einen Spaziergang an der frischen Luft. Das macht den biochemischen Prozess, der gerade im Körper abläuft, erträglicher. Ihre Leber baut gerade stufenweise den Alkohol ab und entwickelt dabei das giftige Zwischenprodukt Acetaldehyd. Wenn Sie nicht sehr lange geschlafen haben - was anzunehmen ist - stehen die Chance übrigens gut, dass Sie beim Aufwachen noch gar nicht nüchtern sind. Denn durchschnittlich werden pro Stunde nur 0.1 bis 0.2 Promille abgebaut.

Bloss keine Orangen!


Zwar lechzt der Körper nach einer durchzechten Nacht nach Elektrolyten und Vitaminen - wer jetzt aber zum Orangensaft greifen möchte, sollte besser die Finger davon lassen. Orangen wird nämlich nachgesagt, dass sie den Blutalkoholgehalt binden und der Kater einem so noch länger erhalten bleibt. Das grelle Orange wäre vermutlich sowieso zu viel für die empfindlichen Augen. 

Thanks for all the fish!


Was die Grossmutter schon wusste, kann nicht falsch sein. Willkommen in der Kate(r)gorie «Hausmittel». Gegen Kopfschmerzen etwa hilft ein doppelter Espresso mit Zitronensaft. Auch sauer macht lustig - und salzig hilft in diesem Fall sowieso immer. Wer sich's einfach machen will, verputzt einen Rollmops, da sind alle Kriterien gleich mit einem Bissen erfüllt. Dass einem danach nicht übel wird, dafür übernehmen wir an dieser Stelle keine Garantie.

Tschüss Salat und Quinoa!


Bleiben wir beim Essen. Jetzt wird es auch wieder etwas weniger unappetitlich, versprochen! Deftiges Essen mit Eiweiss, Fett und Salz hilft - ab einem gewissen Stabilität des Magens - dabei, den Kater schneller in die Flucht zu schlagen. Also nochmal alle Neujahrsvorsätze brechen und bei Burger, Pizza oder Pommes kräftig zulangen. Wem sich allerdings beim blossen Gedanken an feste Nahrung der Magen umdreht, der sollte vorübergehend auf Bouillon und Kräutertee zurückgreifen.

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