Nie mehr Montag: Wie Sie diesen Tag vermeiden können

Autor
Ralph Denzel

Eine Welt, in der es keine Montage mehr gibt. Ist das möglich? Ja - wir verraten Ihnen wie.

Mit unseren (nicht ernst gemeinten) Tipps kommen Sie um den Montag herum. Bild: Pixabay

Es ist wieder Montag… Das Wochenende liegt hinter einem, mit all seiner Freiheit, seinen schönen Erlebnissen und der Freizeit – jetzt ist wieder kalte Realität angesagt. Arbeiten, Verpflichtungen, das warme Bett ist nur noch eine ferne Erinnerung, welche man heute Morgen zurücklassen musste.

Montage sind nicht beliebt – völlig zu Recht!

 

Was aber, wenn es gar nie einen Montag gäbe? Wir haben ein paar (nicht ernst gemeinte) Tipps, wie Sie diesen Horrortag umgehen können.

Zeitreisen

Moment, hören wir Sie sagen. Zeitreisen sind nicht möglich. Ja, das stimmt. Aber es gibt Zeitzonen. Wenn Sie diese immer wieder durchreisen, können Sie den Montag zwar nicht verhindern, aber Sie können ihn so lange wie möglich aufschieben. Während dieser Artikel geschrieben wird, ist es in Los Angeles zum Beispiel noch Sonntag. So könnten Sie immer weiter vor der schrecklichen Gewissheit fliehen, dass heute Montag ist. Leider klappt der Trick natürlich nur bedingt: Irgendwann wird Sie die Zeit einholen.

Auch richtig: Das setzt natürlich voraus, dass Sie in einem Flugzeug sitzen und die Ressourcen haben, um so ein Unterfangen zu starten. Was aber, wenn der Geldbeutel nicht so prall gefüllt ist, um immer wieder in eine andere Zeitzone zu springen?

Leichter «betrügen» lässt sich in Zypern. Der Grund: Das Land hat zwei Zeitzonen. Der türkisch-zypriotische Norden hat nach einem Beschluss seiner Führung keine Winterzeit. Im griechisch-zypriotischen Süden gilt diese hingegen. So können Sie den Montag immerhin eine Stunde länger hinauszögern.

Der islamische Kalender

Verwenden Sie in Zukunft nur noch den islamischen Kalender. Dieser ist nämlich nur 354 1⁄3 Tage lang und somit knapp elf Tage kürzer als unser gebräuchlicher gregorianische. Elf Tage weniger bedeutet auch weniger Montage. Natürlich kommen Sie so nicht um den unliebsamen Tag herum, aber immerhin: Sie haben das gute Gefühl, dass er ab und an ausfällt.

Gründen Sie eine Religion

«Entschuldigung Chef, meine Religion verbietet es mir, an einem Montag zu arbeiten!» Wäre es nicht wunderbar, wenn Sie sich mit diesem Satz jede Woche aus der Affäre ziehen könnten?

Das ist möglich, braucht aber einigen bürokratischen Aufwand.

Rechtlich können neue Religionsgemeinschaften vom Kantonsrat anerkannt werden. Allerdings müssen Sie dafür einige Regeln erfüllen um. Diese sind in der Schaffhauser Verfassung niedergeschrieben. So muss sich Ihre «Kirche» an demokratische und rechtsstaatliche Normen halten. Ähnlich wie jede andere Kirche können Sie dafür sogar Steuern von Ihren Mitgliedern verlangen. Allerdings können Sie wahrscheinlich nicht einfach morgen die «Kirche der Montagsverachter» gründen, das einzige Mitglied sein und dann darauf pochen, als öffentlich-rechtliche Gemeinschaft anerkannt zu werden. Eine Grundanzahl von Mitgliedern ist Voraussetzung. 

Natürlich wird Ihre Kirche mit so einem Anliegen wohl viele Anhänger finden können, aber trotzdem: Bis Ihre Religion und die «Erste Kirche der Montagsverachter» ihre Tore für Gläubige öffnen kann, wird es wohl noch eine Weile dauern. Dann jedoch können Sie versuchen, den Montag als Feiertag zu deklarieren. Dann, wenn dieser Tag dann irgendwann als offizieller Feiertag genehmigt wird: Gratuliere, Dienstag ist ab jetzt für Sie der neue Montag!

Sie sehen: All diese Tipps haben ein Problem: Um den Montag kommen Sie wohl nicht ganz herum. Daher unser letzter Tipp: Machen Sie das Beste daraus. Der Tag hat auch nur 24 Stunden und ist irgendwann vorbei – und ab Dienstag sind es nur noch 72 Stunden bis es wieder Freitag ist. Die kriegen Sie auch rum.

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