Viola Amherd und Karin Keller-Sutter: Die neuen Bundesrätinnen

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Schaffhauser N…

Das war deutlich: Viola Amherd (CVP) und Karin Keller-Sutter (FDP) wurden im ersten Wahlgang in den Bundesrat gewählt. Der Wahltag im Liveticker.

Ticker

«Eine gute Frauenvertretung im Bundesrat ist diesem Land würdig»

Die Schaffhauser Nationalrätin Martina Munz (SP) ist froh darüber, dass wieder mehr Frauen im Bundesrat vertreten sind. 

Schaffhauser Politiker unter sich
Bild: Anna Kappeler
Darum geht Thomas Hurter an Krücken

Auch der Schaffhauser SVP-Nationalrat Thomas Hurter äussert sich zur Wahl, will aber nicht verraten, wen er letztlich gewählt hat. Dafür sagt er, wie er sich beim Tennis die Achillessehne gerissen hat und was ihn am «ewigen Rumgehinke» stört. Der Audiobeitrag von SN-Inland-Redaktorin Anna Kappeler und Radio-Munot-Chefredaktorin Sarah Keller: 

Hannes Germann (SVP) zur Bundesratswahl

Was sagt der Schaffhauser Ständerat Hannes Germann (SVP) zur Wahl sagt, sehen Sie hier.

 

Ein erstes Bild der neuen Bundesrätin? Das will auch Paparazzo FDP-Nationalrat Philipp Müller. Er scheut dabei keinen Aufwand. Scharf beobachtet von SP-Ständerätin Pascale Bruderer. Die Aargauer haben sich im Auge.

 

10:29

Auf dem Bundesplatz wartet bereites eine Kapelle auf Viola Amherd. 

 

Gratulation auch aus Schaffhausen: Regierungspräsident Christian Amsler, der sich ebenfalls für das Amt interessiert hatte, freut sich über die Wahl von Karin Keller-Sutter.

 

10:05

Ein Hauch von Siebzigerjahren in Bern: Beide Kandidatinnen schaffen den Sprung im ersten Wahlgang. Dies gelang zuletzt Doris Leuthard, die allerdings auf einem Einerticket kandidierte. Zuvor waren es 1989 Kaspar Villiger und René Felber, denen die Wahl im ersten Durchgang gelang. Seit Gründung des Bundesstaates bis Mitte der Achtzigerjahre waren Wahlen in nur einem Wahlgang an der Ordnung. 

Mit Karin Keller-Sutter ist künftig also auch die Ostschweiz wieder im Bundesrat vertreten. Die St. Gallerin hatte schon 2010 kandidiert. Damals wäre sie die fünfte Frau im Bundesrat geworden. Stattdessen wurde Johann Schneider-Ammann gewählt.

9:54 Karin Keller-Sutter hat es geschafft

Karin Keller-Sutter ist mit 154 Stimmen im ersten Wahlgang gewählt. Die Schaffhauser Ständeräte Hannes Germann und Thomas Minder sind unter den ersten Gratulanten. Keller-Sutter erklärt Annahme der Wahl. Hans Wicki kommt immerhin auf 56 Stimmen.

9:36
Auch Thomas Minder gratuliert der frischgewählten Bundesrätin.

9:36
So sieht Anspannung aus.

9:31 Weiterer Gast aus Schaffhausen

Auch Cornelia Stamm-Hurter ist heute in Bern zu Gast. Warum aber?

9:24

Und gleich geht es weiter: Die FDP-Vakanz ist jetzt dran. Nominiert sind die St. Galler Ständerätin Karin Keller-Sutter und den Urner Ständerat Hans Wicki vor. Die Fraktionen haben sich alle für Karin Keller-Sutter ausgesprochen. Gut möglich, dass auch sie gleich im 1. Wahlgang gewählt wird.

9:16

Und schon ist es vorbei: Viola Amherd ist mit 148 Stimmen gewählt. 

Heidi Z'graggen hat 60 Stimmen gemacht, Parteipräsident Gerhard Pfister - der nicht zur Verfügung stand, machte 17 Stimmen. 15 Voten gingen an Verschiedene.

Viola Amherd erklärt Annahme der Wahl. Sie ist damit die achte Frau im Bundesrat.

9:09 Minder findet das CVP-Ticket nicht gut

Oha, da findet einer deutliche Worte: Der Schaffhauser Ständerat Thomas Minder ist nicht glücklich über das Ticket der CVP. „Wir Parlamentarier sind die Wahlbehörde.“ Doch die Parteien, auch die SVP zu deren Fraktion er gehört, hätten Angst, dass es auf sie zurückfallen könnte, wenn sie sich nicht ans Ticket hielten. Zumal die SVP vermutlich in absehbarer Zeit den Sitz von Ueli Maurer wiederbesetzen muss. Er als Parteiloser könne es ja sagen: „Die CVP hat ganz klar nicht die besten Kandidaten aufgestellt.“ Er werde sich aber ans Ticket halten und seine Stimme Heidi Z'graggen geben.

 

9:01

Jetzt werden die ersten Wahlzettel ausgeteilt. Wer folgt auf Doris Leuthard?

8:51

Ein Schaffhauser Königinnenmacher? Claudio Kuster, der politische Sekretär von Thomas Minder, erinnert augenzwinkernd, dass er die CVP-Kandidatin Heidi Z'graggen als Erster ins Spiel gebracht habe - schon im Februar!

 

8:48
Fans von Viola Amherd sind extra aus dem Wallis angereist.

8:40

"Ich habe mich stets als Verfechter des Konkreten verstanden und weniger als Publikumsliebling", sagt Johann Schneider-Ammann. Seine Rede kommt gut an und  er sorgt immer wieder für Lacher. Wie zum Beispiel mit dem ersten Satz: "Wenn Sie mich fragen, was mein Lieblingsmöbel ist, käme mir bestimmt kein Rednerpult in den Sinn. Auch dieses hier nicht." Aber er wird auch ernst und wirbt auch für eine liberale Wirtschaftsordnung und für weniger Verbote.

Zum Schluss gibt es auch für ihn einen warmen Applaus und standing ovations.

8:34

So sieht es hinter den Kulissen aus: Andrang in der Wandelhalle vor den TVs.

Bild: Anna Kappeler
8:30

Nun wird Johann Schneider-Ammann verabschiedet. Der FDP-Bundesrat wurde 2010 gewählt - er hatte damals gegenüber Karin Keller-Sutter, die heute seine Nachfolgerin werden könnte, die Nase vorn. 

8:24

Doris Leuthard dankt in ihrer Abschiedsrede für den Rückhalt aus der Bevölkerung, dem Parlament, ihrem Stab, aber auch den Merenschwanderinnen - ihrer Heimatrede. Und sie vergisst auch die Leute im Hintergrund nicht: Sie dankt den Weibeln, den Sicherheitsmitarbeitern und auch den Angestellten in der Cafeteria. Und ganz besonders ihrem Ehemann.

8:20

Soviel zu nicht emotional! Bei den Bundesratswahlen ist man auf alles vorbereitet: hinter Doris Leuthard steht eine Schachtel Kleenex... Oder ist Frau Nationalratspräsidentin Carobbio verschnupft?

8:17

Ein herzlicher Applaus für Doris Leuthard. Jetzt tritt sie selbst ans Mikrophon.

Jetzt kommt die Würdigung von Doris Leuthard. Für einen kurzen Lacher sorgt die Aussage, die Bundesrätin sei nie emotional gewesen. Ihre Abschiedspressekonferenz, bei der sie auch die eine oder andere Träne verdrückte, schien da vergessen gegangen zu sein.

 Nationalratspräsidentin Marina Carobbio eröffnet die Sitzung auf italienisch und liest das Rücktrittsschreiben von Doris Leuthard vor. Die Aargauer CVP-Bundesrätin wurde 2006 gewählt.

Das ist eine kleine Überraschung: Die SP wollte heute morgen über ihre Wahlempfehlung informieren. Nun hat die Fraktion allerdings Stimmfreigabe beschlossen. Wird es für Viola Amherd doch noch knapp?

Ab 8 Uhr geht es los. Viola Amherd oder Heidi Z'graggen stehen für die CVP zur Wahl, favorisiert ist die Walliserin Amherd. Dach wird der Sitz der FDP vergeben. Karin Keller-Sutter aus dem Kanton St. Gallen steht hier klar im Vordergrund, der Urner Hans Wicki ist der krasse Aussenseiter. Der "Tages-Anzeiger" will wissen, dass FDP-Parlamentarier gestern dafür weibelten, im ersten Wahlgang doch die eine oder andere Stimme für Wicki abzugeben, damit dieser kein allzu hartes Resultat einfährt.

Guten Morgen liebe Schaffhauserinnen und Schaffhauser, schön sind Sie dabei! Heute werden also zwei neue Bundesräte  - oder, und das ist wahrscheinlicher - zwei neue Bundesrätinnen gewählt. Für die SN tickert heute aus Bern das Inlandteam. Wir halten Sie auf dem Laufenden und sorgen auch für einen Schaffhauser Touch, auch wenn auch dieses Mal keine Kandidatur aus unserem Kanton zur Wahl steht.

Bundesbern macht sich bereit für die Bundesratswahlen. Eindrücke von der Nacht der langen Messer im Hotel Bellevue finden Sie hier: 

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