Die Sportlergala in Thayngen wird mit einem Heiratsantrag noch spezieller

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Schaffhauser N…

Erneut war die Sportler- und Künstlergala in Thayngen etwas Besonderes. Zur Sportlerin des Jahres wurde die Beringer Tennisspielerin Leonie Küng gewählt.

von Daniel F. Koch

Allgemeines.«Ich fühle mich extrem geehrt, dass ich diese Auszeichnung erhalten habe», freute sich Leonie Küng. Das Tennistalent erreichte im Mekka des Tennissports, in Wimbledon, das Finale bei den Juniorinnen und konnte auch bei weiteren Tennisanlässen (beispielsweise mit einer Wildcard in Gstaad) antreten und auf sich aufmerksam machen. Den internationalen Touch konnten auch die anderen Preisträger einbringen. So Pavel Rehorek (TTC Neuhausen). Der wie schon 2016 gewählte Trainer des Jahres wurde nicht nur mit seinen Damen Schweizer Meister, sondern organisierte in Nepal ein Hilfsprojekt in seiner Sportart. Ein Macher, der im Hintergrund die Fäden gezogen hat, wurde zum Funktionär des Jahres gewählt. Hape Narr, der Gründer der Tortour, war einst erfolgreicher Triathlet und konnte sich als Organisator bewähren. Dass auch in kleinen Vereinen gut gearbeitet wird, bewies der TV Buchthalen, den die Preisjury der Sportlergala zur Mannschaft des Jahres wählte. Zum Verein des Jahres wurde der VC Kanti gewählt, dessen Nachwuchsarbeit besonders hervorsticht. Ein aufstrebendes Talent, der Leichtathlet Nick Rüegg, wurde zum Nachwuchssportler des Jahres ernannt. Der Diessenhofer konnte sich in seiner Sportart bereits auf dem internationalen Parkett bewähren und hat beste Perspektiven.

Geld vom Migros-Kulturprozent

Dass die Sportlergala weitherum beachtet wird, ist auch daran abzulesen, dass das Migros-Kulturprozent den Preisträgern in Anerkennung ihrer Leistungen Geldpreise ausschüttet. Natalie Bräger überreichte dem VC Kanti (4000 Franken), Rüegg (2000 Franken) und Narr (1000 Franken) namhafte Beträge.

Wieder einmal war es dem Organisator Ota Danek und seiner Frau Renate gelungen, eine kurzweilige Veranstaltung zu organisieren. Auffallend war, dass mittlerweile die filmischen Sponsorenbeiträge immer grössere künstlerische Qualitäten aufweisen. Waren einst SH Power mit Roger Brütsch und Ralph Aichem die Trendsetter, sorgten auch andere Galaunterstützer wie beispielsweise Joachim Staller (Sema Sprachreisen) für sehenswerte Beiträge. Sehenswert waren auch die Show­acts. So der Auftritt der «Deutschland-sucht-den-Superstar(DSDS)»-Gewinnerin Marie Wegener. Die Duisburgerin, deren Leben sich nach dem Auftritt bei Dieter Bohlen komplett verändert hat, war beeindruckt von der Thaynger Sportlergala. Auch weil sie als begeisterte Leichtathletin vom Sport und vom Showbusiness eine Weisheit mitnehmen kann. «Man muss immer weiterkämpfen und darf nie nachlassen», sagte die 17-Jährige. Auch die anderen Unterhaltungsbeiträge begeisterten das Publikum im Reckensaal. Wie der Moskauer Akrobat Anton Monastyrsky. Viele Lacher produzierten die Comedians Peter Löhmann (auch als Zauberkünstler) und Charles Nguela, der als schwarzer Aargauer, seit Kurzem mit Wohnsitz Zürich, sehr gut ankam. Der heimliche Star der Gala war aber wieder einmal Rainer Maria Salzgeber, der als Moderator mit seinem Spontanwitz überzeugte und das Publikum bestens im Griff hatte. Doch auch Salzgeber war baff, als die 27. Sportlergala eine spezielle Premiere erlebte. Reto Hunziker vom Hombergerhaus, der als Caterer des Jahres geehrt wurde, fragte öffentlich seine Lebensgefährtin Flo, ob sie seine Frau werden wolle. Die Antwort lautete «Ja». So etwas hatte es in den fast drei Jahrzehnten seit es diese Veranstaltung gibt, noch nie gegeben.

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