Grosser Erfolg für LV Schaffhausen

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Schaffhauser N…

Am Final der Leichtathletik-Mehrkampf-Meisterschaften (LMM) gelang den Männern der LV Schaffhausen der grosse Coup: Zum ersten Mal durften sie sich als Schweizer Meister feiern lassen. Die LVS M30 holte Silber, Turne Schlaate Mixed wurde Dritte.

Grosse Freude bei der LV Schaffhausen über den Schweizer-Meister-Titel im Leicht- athletik-Mannschaftsmehrkampf: Enrico Güntert, Lukas Felix, Claudio Wäspi, Lukas Fendt, Kevin Lenhard und Samuel Gampp (v. l. n. r.). Bild: Corina Fendt

Mit grossen Erwartungen reisten die Männer der LV Schaffhausen – eine Verbindung der TV Thayngen, TV Büsingen und TV Stein am Rhein – am Wochenende nach Riehen BL an den LMM-Schweizer­-Final. An diesem waren die jeweils zwölf bestklassierten Teams der Vorrunden startberechtigt. Eine Mannschaft besteht aus maximal sechs Athleten, wobei nur deren vier zur Endwertung zählen. Die Männer mit Claudio Wäspi, Lukas Felix (beide TV Stein am Rhein), Kevin Lenhard, Lukas Fendt (TV Thayngen), Enrico Güntert und Samuel Gampp (TV Büsingen) wollten den Titel in die Munotstadt holen – nach dem vierten Qualifikationsrang ein sehr hohes Ziel. Doch die Schaffhauser wussten sich gegenseitig zu Höchstleistungen anzutreiben. Bereits nach dem 100-m-Lauf, bei welchem vier der sechs Athleten deutlich unter 12,00 Sekunden blieben, lagen sie auf Kurs. Es folgten die Disziplinen von Enrico Güntert: Der Sprungspezialist, der zuletzt sieben Monate verletzungsbedingt hatte pausieren müssen, überquerte die Latte im Hochsprung auf 1,90 m und landete im Weitsprung eine gültige Weite von 6,81 m. Die wohl grösste Überraschung aber gelang Güntert im Kugelstossen. Mit 14,18 m übertraf er seine eigene persönliche Bestleistung um knapp zwei Meter. Doch auch Wäspi mit 11,23 über 100 m und 6,23 m im Weitsprung, Kevin Lenhard mit 1,80 m im Hochsprung und Samuel Gampp mit derselben übersprungenen Höhe trugen zur guten Ausgangslage vor dem 1000-m-Lauf bei.

Taktisch gut eingestellt, drückte Lenhard bereits kurz nach dem Start aufs Tempo, Fendt lief indes Tempo für Güntert. Nach dem Überqueren der Ziellinie stand die Medaille für die LV Schaffhausen fest – dass es tatsächlich die goldene sein sollte, wurde kurz darauf bestätigt. Damit sicherten die sechs Athleten dem Schaffhauser Turnsport in der Sparte Leichtathletik die erste goldene Mannschaftsauszeichnung seit Jahren.

M30 Silber, Turne Schlaate Bronze

Dasselbe Kunststück verpassten die sechs LVS-Athleten in der Kategorie M30 nur knapp. Patrick Honegger, Reto Honegger (TV Büsingen), Marc Lenhard, Patrick Lenhard und Stefan Widmer (TV Thayngen) starteten konzentriert in ihren Fünfkampf und konnten über die 100 m ihr Leistungsvermögen ausschöpfen. Im Folgenden zeigte das Quintett, angeführt von Patrick Honegger, mit 1,75 m im Hochsprung und 3:05,74 über 1000 m eine gute Teamleistung ohne grössere Schwächen. Am Schluss freute sich das Team, welches bereits im letzten Jahr auf dem Podest gestanden hatte, über die Silbermedaille.

Den Sprung aufs Podest schaffte auch Turne Schlaate, das mit Lydia Boll, Emanuel Cula, Christian Stamm, Anna Vogelsanger, Niklaus Stamm und Luzia Vogelsanger in der Kategorie Mixed an den Start ging. Insbesondere Boll konnte ihre Mehrkampfqualitäten erneut eindrücklich unter Beweis stellen und zeigte mit 12,80 über 100 m, 5,32 m im Weitsprung und 11,47 m im Kugelstossen starke Leistungen, sodass ihr Team vor dem abschliessenden 1000-m-Lauf mit komfortablem Vorsprung auf Podestkurs lag. Ihre direkten Konkurrenten um Bronze wollten sich aber noch nicht geschlagen geben und zeigten über die zweieinhalb Bahnrunden eine beachtliche Leistung. Am Schluss retteten die wurf- und sprungstarken Schleitheimer 68 Punkte Vorsprung über die Ziellinie. Die Bronzemedaille war Tatsache geworden.

Direkt neben dem Podest Platz nehmen mussten die Frauen des TV Thayngen: Miriam Bosshard, Corina Fendt, Sina Bosshard, Vera Fendt, Alena Bareiss und Carina Waldvogel strebten bei ihrem Vierkampf eine Top-5-Platzierung an. Gut in den Wettkampf gestartet, wurden die sechs Frauen beim Weitsprung zurückgeworfen: Gleich zwei Athletinnen mussten den Wettkampf verletzungsbedingt abbrechen. Beim abschliessenden 800-m-Lauf mussten damit die beiden Schwesternpaare Bosshard und Fendt punkten, um in die Wertung zu kommen. Dies gelang. Am Schluss resultierten 9109 Punkte und damit so viele wie noch nie zuvor für die TVT-Frauen. Mit dem 4. Rang zeigten sie sich angesichts des Verletzungspechs mehr als zufrieden. Lehrgeld bezahlten die U-18-Junioren aus Thayngen. Bei ihrem ersten Auftritt auf nationaler Ebene landeten Laurin Fendt, Noel Müller, Dominik Winzeler, Simon Winzeler und Cédric Imthurn auf dem 9. Schlussrang.

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