Eine besondere Herausforderung

Autor
Daniel Koch

Heute wird Rafael Zbinden das FCS-Tor im Heimspiel gegen Kriens hüten. Zbindens erster Ligaeinsatz im September 2018 - ebenfalls gegen Kriens - endete im Spital.

Voller Einsatz: Rafael Zbinden (oben) wird heute Stammkeeper Grasseler ersetzen. Bild: Roger Albrecht

Während in der Teppichetage des FC Schaffhausen über die Zukunft beraten wird, steht unten auf dem Kunstrasenplatz des Lipo-Parks am heutigen Samstag (Anpfiff ist um 17.30 Uhr) die nächste programmgemässe Aufgabe in der Challenge League auf dem Programm. Aufsteiger SC Kriens, der momentan auf Platz 9 der Tabelle liegt, fordert den FCS als Tabellensechsten heraus. Eine klare Ausgangslage also? «Natürlich nehmen wir die Favoritenrolle an», sagt Schaffhausens Cheftrainer Boris Smiljanic. Fügt aber gleich hinzu, dass «die Partie kein Selbstläufer wird». Smiljanic verweist darauf, dass die Krienser als Bereicherung der Liga etliche der etablierten Ligagrössen in Schwierigkeiten gebracht haben: So liess der FC Winterthur gegen das Team von Trainer Bruno Berner drei Punkte liegen, und Aufstiegsaspirant Lausanne konnte erst in der Nachspielzeit einen 3:2-Sieg sicherstellen. «Ein stabiles Team mit einem ausgeprägten Zusammenhalt, der viel kompensieren kann», beschreibt der FCS-Trainer den Gegner. Gleichwohl peilt der Gastgeber die Punkte an. Die FCS-Offensivspieler sollen vermehrt im gegnerischen Strafraum auftauchen. «Wir brauchen einen besseren Killerinstinkt im Sechzehner», fordert Smiljanic.

Für einen von Smiljanics Spielern wird die Partie etwas ganz Spezielles: Goalie Rafael Zbinden kommt wegen des Muskelfaserrisses von Stammtorhüter Franck Grasseler zu seinem zweiten Challenge-League-Einsatz. Sein erster Auftritt für den FCS in dieser Liga endete wenig erfreulich: In Kriens beim ersten Ernstkampf im renovierten Stadion Kleinfeld siegte der FCS zwar mit 1:0. Doch die Partie endete für den FCS-Goalie Zbinden, der massgeblich an der Führung beteiligt war, nach 84 Minuten. Nach einem Zusammenprall musste die Nummer 33 des FCS mit einer Gehirnerschütterung vom Platz. Und nun, haben Sie Angst vor der Partie, Herr Zbinden? «Nein, ich freue mich auf den Einsatz und hoffe, dass ich der Mannschaft weiterhelfen kann», lacht das 23-jährige Goalietalent. «Zum Glück kann ich mich an die Partie damals nicht mehr erinnern.» Und so bereitet sich der 1,87 Meter grosse Fangkünstler professionell auf seinen Auftritt vor. «Ich hoffe, dass ich mich optimal einbringen und mithelfen kann, dass die drei Punkte hierbleiben», sagt Zbinden. Nervös sei er nicht, auch hadere er nicht mit seiner Rolle als Nummer 2 hinter Franck Grasseler. «In unserer Mannschaft hat jeder seine Rolle und ist Teil des gesamten Teams. Da hat es keinen Platz für persönliche Interessen. Alles ist dem Wohl der Mannschaft untergeordnet», erklärt Zbinden. Und als solcher gehe es ausschliesslich um den Erfolg für den FCS. Da spielt auch der Zufall keine Rolle, dass er sein zweites Ligaspiel wieder gegen Kriens absolviert. Natürlich mit dem Wunsch, nicht wieder im Spital zu landen, sondern mit seinen Kollegen am Ende einen Heimsieg feiern zu dürfen.

Gestern konnte der SC Kriens noch bekannt geben, dass er von GC den 20-jährigen Stürmer Nikola Sukacev ausgeliehen hat, der 13 Einsätze in der Super League absolviert und ein Tor erzielt hat. In Schaffhausen gibt er sein Debüt für Kriens.

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