FCS mit klarem Testspielsieg beim Rekordmeister GC

Autor
Tobias Erlemann

Der FC Schaffhausen hatte im Test gegen die Grasshoppers alles unter Kontrolle und gewann völlig verdient mit 3:0.

Dynamische Schaffhauser: Hélios Sessolo (r.), Torschütze zum 1:0, im Kampf mit Charles Pickel (Grasshoppers). Bild: Key

Der einzige Gewinner bei GC war nach 90 qualvollen Minuten ein Ex-Schaffhauser: Goalie Vaso Vasic verhinderte mit mehreren Glanzparaden in der zweiten Halbzeit ein kleines Debakel. Missmutig schlich der 27-Jährige vom Rasen im GC-Campus, wurden die Hoppers bei heissen Temperaturen doch vom Challenge-League-Club mit 3:0 abgetrocknet. Die Stimmungslage bei den Schaffhausern war genau entgegengesetzt. «3:0 gegen den Rekordmeister, das tönt doch ganz gut», sagt Yassin Mikari schmunzelnd. Der Routinier durfte in der ersten Halbzeit wirbeln – auf einer neuen Position. Eigentlich gelernter Linksverteidiger, wird er nun zum Stürmer umgeschult. Mit einer stürmenden Viererkette in Mikari, Hélios Sessolo, Tunahan Cicek und Ridge Mobulu begann Coach Murat Yakin die Partie. Eine neue, offensive Quantität, um die Abgänge der Torjäger Steven Lang und Shkelqim Demhasaj zu kompensieren. «Wir müssen uns ja anders ausrichten. Einfach so können wir fast 40 Skorerpunkte nicht ersetzen», sagte Yakin. Die Erkenntnis aus den bisherigen Tests: Ein echter Torjäger täte dem FCS schon noch gut. Yakin: «Aber so ein Knipser kostet richtig Geld und ist nicht einfach so im Vorbeigehen zu finden.»

Aber auch ohne Goalgetter kann der FCS inzwischen Tore schiessen. Den Torreigen eröffnete dann auch ein Neuzugang, Sessolo blieb kurz vor der Pause beim 1:0 vor dem neuen GC-Keeper Heinz Lindner eiskalt. Nach der Pause wurde es dann noch besser für den FCS, zahlreiche Chancen und viele gute Spielzüge bekamen die rund 400 Zuschauer präsentiert. So erhöhten Noah Loosli (50.) und Marko Dangubic (88.) auf 3:0. Für Noch-Testspieler Loosli ein perfekter Tag, gehört er doch eigentlich den Hoppers. «Darauf kann ich aber keine Rücksicht nehmen, ich habe ja im FCS-Trikot gespielt», erklärt der 20-Jährige – und hat gute Nachrichten, soll in den kommenden Tagen das Leihgeschäft endgültig fixiert werden.

Auch mit an Bord war überraschend ein zweiter GC-Leihspieler: Jean-Pierre Rhyner kam in der Verteidigung zum Einsatz. «Es gab ein Missverständnis zwischen den Clubs, jetzt bleibe ich wohl noch ein Jahr in Schaffhausen», sagt der U-21-Nationalspieler und will beim FCS voll durchstarten. Der GC-Kooperation nicht genug, hatte auch Hoppers-Leihgabe und U-21-Keeper Mateo Matic gute Nachrichten. «In ein bis zwei Wochen sollte ich wieder fit sein, bis zum Saisonstart bin ich also parat.»

Unter den Zuschauern war dann auch reichlich Prominenz, unter anderem begutachtete der österreichische Nationaltrainer Marcel Koller die Partie. Was er Yakin nach dem Spiel sagte? «Er meinte, dass die Anstosszeit von 14 Uhr bei dieser Hitze schon speziell sei», sagt der 42-Jährige mit einem Schmunzeln.

 

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