FCS bangt um Goalgetter

Autor
Daniel Koch

Der FC Luzern ist ernsthaft an einer Verpflichtung von FCS-Goalgetter Shkelqim Demhasaj als Schneuwly-Nachfolger interessiert.

Jubelt Shkelqim Demhasaj (hinten) bei Toren künftig für den FC Luzern in der Super League? Es deutet alles darauf hin, dass «Mimi» wechseln wird. Bild: Michael Kessler

Wechselt der Schaffhauser ­U-21-Nationalspieler und Goalgetter Shkelqim Demhasaj zum FC Luzern, noch bevor er sein erstes Training mit seinem Heimclub absolviert hat? Das ist gut möglich, verfolgt man die Berichterstattung der «Luzerner Zeitung». Diese vermeldete gestern, dass der FCL nach dem Abgang von Topskorer Christian Schneuwly (120/68 Tore) zum FC Sion auf der Suche nach einem Ersatz sei. Und da scheint der FCS-Stürmer Demhasaj auf der Pole-position zu sein. Es ist kein Geheimnis, dass in der Zentralschweiz das aufstrebende FCS-Eigengewächs mit seinen Toren in den Fokus der Verantwortlichen geriet. Schon im Winter hatten die FCL-Verantwortlichen einen Blick auf den jungen Stürmer aus Schaffhausen geworfen, dessen Quote in der Challenge League (34 Spiele/17 Tore) der eines Goalgetters entspricht. «Konkret würde ein Wechsel ohnehin erst, wenn alles unter Dach und Fach ist», sagte FCS-Geschäftsführer Marco Truckenbrod Fontana gestern. Ein offizielles Angebot liege (noch) nicht vor. Natürlich werde man keinem Spieler, der die Chance habe, sich deutlich zu verbessern, Steine in den Weg legen, verwies der FCS-Geschäftsführer auf die Politik des Clubs in einem solchen Fall.

Der junge Stürmer, der unter Trainer Murat Yakin grosse persönliche Fortschritte gemacht hat, konnte seinen Marktwert im letzten halben Jahr deutlich nach oben treiben. Auf dem Onlineportal Transfermarkt.com wird Demhasaj auf einen Wert von 550 000 Franken eingestuft. Der FCS würde einen wahren Rohdiamenten an den traditionell unruhigen FC Luzern verlieren, erhielte aber wohl eine angemessene Summe für den Transfer. Für die Personalplanung von FCS-Trainer Murat Yakin wäre das ein herber Rückschlag. Aber es ist auch das Schicksal von Clubs wie dem FCS, dass sie regelmässig ihre besten Spieler an höherklassige Clubs abgeben müssen. Luzerns Sportchef Remo Meyer wollte sich zu den Gerüchten (noch) nicht äussern. «Solange nichts fix ist, werden wir nicht kommunizieren», sagte er. Demhasaj selbst ist noch in Spanien und geniesst als U-21-Nationalspieler die letzten Urlaubstage. FCS-Geschäftsführer Marco Truckenbrod Fontana erklärte, dass eine Entscheidung heute oder morgen fallen werde. Trainer Murat Yakin sagte: «Noch ist nichts definitiv. Wenn es so kommt, wären wir darauf vorbereitet.»

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