Die Skepsis war gross, doch jetzt ist das Stadion gebaut

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Schaffhauser N…

Allen Widerständen zum Trotz schafften es Aniello Fontana und seine Mitkämpfer, ein neues Stadion im Herblingertal zu erstellen. Das 60-Millionen-Projekt wurde in nur 18 Monaten aus dem Boden gestampft.

Im Jahr 2005 trafen FCS-Präsident Aniello Fontana und seine Ehefrau Agnes eine schicksalshafte Entscheidung. Das Desinteresse der Politik, ein sich sträubender Quartierverein mit einflussreichen Politikern und die zu befürchtende Verweigerung der Liga zu Spielen in den Spitzenligen auf der Breite – der FCS spielte ja fast zwei Jahrzehnte nur mit einer Ausnahmebewilligung auf der Breite – sorgten dafür, dass die Idee geboren wurde, ein neues Stadion zu erstellen. Daraus resultierte der Landkauf von der Georg Fischer AG im Herblingertal. Nach zwei gescheiterten Versuchen mit anderen Baufirmen konnte die federführende Fontana Invest mit der Firma Methabau aus Amriswil eine Partnerschaft eingehen. Mit dem Ziel, ein Stadion mit Mantelnutzung zu bauen.

Bis es aber so weit war, mussten noch einige hohe Hürden überwunden werden. Die grösste war die Volksabstimmung zum FCS-Park. Und das Volk sagte mit 57,5 Prozent Nein zu einem Beitrag von zwei Millionen Franken an den Bau des Stadions im Herblingertal. Auch die jährlich 60 000 Franken an die Betriebskosten wurden nicht genehmigt. 7847 Stimmberechtigte legten ein Nein in die Urne, 5802 ein Ja. Die Stimmbeteiligung lag bei 65,4 Prozent. Ein schmerzhaftes Verdikt für die Stadionbauer.

Doch auch dieser Rückschlag wurde verdaut. Letztlich konnte Ani­ello Fontana die entstandene Finanzierungslücke mit eigenen Mitteln schliessen. Und die Realisierung des 60-Millionen-Franken-Projektes war gesichert.

Nach dem Spatenstich am 28. August 2015 ging es dann blitzschnell. In nur anderthalbjähriger Bauzeit wurde das Stadion an der Industriestrasse 2 in Herblingen aus dem Boden gestampft. Die Bauunternehmung Methabau aus Amriswil hatte ein neuartiges Bauverfahren geschaffen und die vorproduzierten Bauteile vom Firmenstandort nach Schaffhausen transportiert und hier wieder zusammengesetzt.

Als Ankermieter und Namens­geber wurde die Firma Lipo Einrichtungsmärkte AG gefunden. Das Bauwerk ­erhielt folglich den Namen Lipo-Park. Bereits im November 2016 konnte der Namensgeber des neuen Schaffhauser Fussballstadions seine Geschäftstätigkeit aufnehmen.

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