Diebe hinterlassen in Benken kaum Spuren

Autor
Roland Müller

Kürzlich sind in Benken mehrere Einbrüche in einer Nacht verübt worden. Von der Täterschaft fehlt jede Spur. Ein Betroffener richtet sich nun an die Einbrecher.

Mit wenigen Handgriffen und mit viel Kraft das Fenster aufgedrückt. Bild: Romü

Irgendwann zwischen Mitternacht und den frühen Morgenstunden des vergangenen Mittwochmorgens sind in Benken mehrere Einbruchdiebstähle in Gewerbegetriebe verübt worden. Einer der betroffenen Liegenschaften ist die Nägeli Holzbau AG, wo die Einbrecher ins Büro eingebrochen sind. «Sie sind dabei beim Einstieg wie auch Abtransport mit grosser Professionalität vorgegangen», hält der betroffene Firmeninhaber Hans Nägeli fest. Bei einem Bürofenster wurde sorgfältig das Fliegengitter herausgeschnitten und danach das Fenster mithilfe eines Werkzeuges aufgebrochen, ohne dass dabei die Fensterscheiben zerbrachen. Dafür wurde der Fenstersims wie auch der angrenzende Schreibtisch fein säuberlich abgeräumt, und die darauf deponierten Unterlagen wurden geordnet auf die Seite gelegt. Danach machten sie sich auf die Suche nach dem Tresor, welcher in einem anderen Büroraum schnell gefunden wurde, wie das Spurenbild verrät. Sorgfältig ist der Tresor ausgebaut und danach durch den Büroeingang abtransportiert worden. «Ihr wart ein super Team, habt zu allem Sorge getragen und praktisch nichts kaputt gemacht. Vielen Dank dafür», so der etwas zynisch gemeinte Kommentar von Hans Nägeli an die unbekannte Täterschaft.

«Deckt doch bitte den Tresor ab»

Die Betroffenen ärgert aber weniger der versicherbare Schaden sowie diverse kleinere Geldbeträge, sondern der damit zusätzlich verbundene gestohlene immaterielle Verlust. «Ausser der Trinkgeldkasse unserer Mitarbeiter war für euch leider nicht mehr viel im Tresor», so Nägelis weitere Botschaft. Ihn schmerzen vor allem die im Tresor feuerfest gelagerten und nun entwendeten schriftlichen Unterlagen – welche notabene für die Einbrecher wertlos sind. «Zu unserem grossen Leid fehlen viele Dokumente über die Firmengeschichte. Ob sie am richtigen Ort aufbewahrt wurden, darüber lässt sich streiten. Doch es schmerzt, da es unsere Geschichte ist», fügt der Holzbauer bei. Doch ganz hat er die Hoffnung nicht aufgegeben, dass die Täter die Unterlagen erhalten haben und der Tresor vielleicht noch aufgefunden werden kann. So richtet Nägeli einen weiteren Appell an die Einbrecher: «Deckt doch den Tresor im Wald oder wo er auch ist ab, damit nicht alles verregnet wird oder schliesst ihn wieder. Wir sind der Meinung, dass er noch recht dicht ist.»

Auch bei den beiden anderen Einbruchorten stellte man fest, dass die Täter alles daran setzten, möglichst keine Unordnung beim Einstieg wie auch bei den Durchsuchungsaktionen zu hinterlassen. Nebst etwas Bargeld sind aber auch einige Lebensmittel entwendet worden. Trotz dem somit materiell eher geringen Raubgut werden die dabei entstandenen Sachschäden rasch einmal mehrere Tausend Fragen betragen.

Bezüglich der möglichen Täterschaft wie dem Tatverlauf tappt die Polizei noch im Dunkeln. «Aktuell liegen bis dato betreffend diese drei Einbrüche keine Erkenntnisse vor. Die Untersuchungen sind noch pendent», erklärt die Kantonspolizei Zürich auf Anfrage.

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