Michael Trachsel will in den Gemeinderat

Autor
Alfred Wüger

Neben Gemeindepräsident Jürg Grau und Finanzreferent Matthias Huber – beide SVP –tritt auch der SVPler Michael Trachsel zur Feuerthaler Gemeinderatswahl an. Er stellte sich den Medien vor, gemeinsam mit den beiden Bisherigen. Am 15. April wird gewählt.

Das Herz des 37-jährigen Michael Trachsel schlägt für die Jungen. Bild: Alfred Wüger

Zu den Gemeinderatswahlen vom 15. April tritt die SVP gleich mit drei Kandidaten an: Gemeindepräsident Jürg Grau ist seit acht Jahren im Amt und möchte seine Arbeit gerne fortführen. Ebenso Finanzreferent Matthias Huber, der bereits seit zwölf Jahren im Feuerthaler Gemeinderat sitzt. Und nun also soll noch ein dritter SVPler in diesem Gremium Einsitz nehmen.

Offizier und Ausdauersportler

Es ist der 37-jährige Michael Trachsel. Er ist Vater von drei Kindern, und er will denn auch seinen Schwerpunkt auf die Familienpolitik legen sowie sich für die Interessen der jungen Generation einsetzen. Von 2010 bis 2014 war Trachsel Mitglied der Rechnungsprüfungkommission. Ausserdem ist er Kreiskommandant des Kantons Schaffhausen, begeisterter Ausdauersportler sowie frisch erkorener Generalstabsoffizier im Range eines Majors. «Ich stehe voll und ganz hinter unserem Milizsystem», sagte er am Montagmorgen im Gesundheitszentrum Kohlfirst bei der Präsentation.

Darin, dass bei einer allfälligen Wahl von Michael Trachsel drei Gemeinderäte von sieben der SVP angehören würden, sieht Gemeindepräsident Grau kein Problem. «Bei uns auf dem Dorf spielt es keine Rolle, in welcher Partei ein Gemeinderat ist. Wir machen Sachpolitik.»

Für die kommende Wahl vom 15. April bewerben sich insgesamt neun Kandidaten für sechs Gemeinderatssitze – den siebten Sitz nimmt seit der Einführung der Einheitsgemeinde 2016 von Amtes wegen die Schulpräsidentin ein.Dass sich so viele bewerben, habe auch ihn überrascht, sagte Paul Amsler, der Präsident der Feuerthaler Ortssektion der SVP. «Viele sehen, dass es attraktiv ist, sich für unsere Gemeinde einzusetzen», sagt Jürg Grau.

Die SVP ist in Feuerthalen übrigens die einzige Partei, die eine Ortssektion unterhält. Dass Feuerthalen aber eine SVP-Hochburg sei, will Jürg Grau nicht gelten lassen. «Marthalen ist die SVP-Hochburg», sagt er und fügt hinzu, dass Feuerthalen im Bezirk Andelfingen die einzige Gemeinde sei, die als «urban» eingestuft werde. Dies wegen der Nähe zu Schaffhausen, die der Gemeinde ein städtisches Flair verleihe.

Feuerthalen sei weniger eine Schlafgemeinde, als man von aussen denke, sagt Finanzreferent Huber. «Wir sind eine attraktive Gemeinde. Wenn Leute in unsere Behörde drängen, zeigt das, dass wir es nicht schlecht gemacht haben.» Man habe noch nie so viel erreicht wie in der letzten Amtsperiode.

Der Spirit von Feuerthalen

Er verweist auf das neue Alterszentrum Kohlfirst und Alterswohnungen, die neue Badeanstalt, die nächstes Jahr eröffnet werden soll. «In der Schule hatten wir lange um die 320 Kinder, jetzt tendiert die Zahl zu knapp 400.» Die Gemeinde sei stetig gewachsen und habe heute 3640 Einwohner. «Wir haben heute viel mehr Kinder als früher. Wir sind attraktiver geworden für junge ­Familien.» Hier kommt wieder der Kandidat Michael Trachsel ins Spiel. «Ich will einen Beitrag leisten, dass unsere Gemeinde ihren erfolgreichen Kurs weiterführen kann», sagt er.

Dass man als Gemeinderat auch mal öffentlich für einen Kredit wirbt, parteiübergreifend hinsteht und sich der Bevölkerung zeigt, betont Gemeindepräsident Jürg Grau und sagt: «Wer mitar­beitet, kann etwas bewirken. Das ist der Spirit von Feuerthalen.»

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