Der Wolf wird kaum bleiben

Autor
Mark Gasser

Anfang März wurden an verschiedenen Orten im Kanton Thurgau (Uesslingen und Hohentannen) sowie in Andelfingen gar zwei gerissene Schafe aufgefunden. Das Jagdrevier in und um Andelfingen ist dicht besiedelt und weist viele Strassen auf. Die kantonale Baudirektion lässt nun überprüfen, ob es sich um Bissspuren eines Jungwolfes auf Wanderschaft handelt.

Der Wolf wird sich wohl nicht im Weinland niederlassen. Symbolbild: Pixabay

Anfang März wurden an verschiedenen Orten im Kanton Thurgau (Uesslingen und Hohentannen) sowie in Andelfingen gar zwei gerissene Schafe aufgefunden. Das Jagdrevier in und um Andelfingen ist dicht besiedelt und weist viele Strassen auf. Die kantonale Baudirektion lässt nun überprüfen, ob es sich um Bissspuren eines Jungwolfes auf Wanderschaft handelt.

Trotz der gerissenen Schafe in Andelfingen zweifelt die kantonale Jagd- und Fischereiverwaltung des Kantons Zürich daran, dass sich der Wolf ausgerechnet im Weinland oder im Rafzerfeld niederlassen könnte. Dies sei zwar nicht völlig ausgeschlossen, erklärt Wolfgang Bollack, Sprecher der Baudirektion des Kantons Zürich auf Anfrage. «Eher wahrscheinlich ist jedoch, dass das Tier bereits weitergezogen ist, falls es sich tatsächlich um einen Wolf gehandelt hat.»

Falls sich herausstellen sollte, dass das Schaf von einem Wolf gerissen wurde, werde der Schafsbesitzer vollumfänglich für seinen Verlust entschädigt. «Falls es aber von einem Hund ­gerissen wurde, ist der Halter des ­Hundes schadenersatzpflichtig», erklärt Bollack weiter.

Nicht selten Fehlalarme

Auf die Frage, ob weitere Meldungen von Wölfen im Bezirk Andelfingen in den letzten Monaten bei der Jagd- und Fischereiabteilung eingegangen seien, antwortet die Baudirektion vage: «Wir erhalten immer wieder mal Meldungen über vermeintliche Wolfssichtungen, vor allem, wenn das Thema durch die Medien geht.» Bestätigt werden könnten diese aber nur anhand von eindeutigen Belegen wie Fotos, Kotspuren oder Rissen. «Und solche haben wir keine, ausser bei den zwei, nun eventuell drei bekannten Fällen im Kanton Zürich», erklärt Bollack. Dabei bezieht er sich nicht auf das zweite kürzlich gerissene Schaf in Andelfingen (SN vom 7. März 2017). Die Bissspuren seien zu wenig aussagekräftig.

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