Von Sprengstoff bis Heroin: Diesen Nasen entgeht nichts

Autor
Ralph Denzel

Wir waren an der 19. Diensthundeprüfung in Ramsen dabei - und staunten an der Treffsicherheit der Tiere, aber auch an der Freude, die sie während ihres ernsten Jobs hatten.

Ein Sprichwort sagt: Wenn du Spass an deiner Arbeit hast, dann wirst du nie arbeiten müssen – geht es danach, dann sind die Hunde bei der 19. Diensthundeprüfung für Rauschgift und Sprenghunde zu beneiden. Diese fand in Ramsen am Grenzübergang statt. Eines wurde dabei sehr schnell klar: Für die Tiere ist das vor allem ein Spiel – und keine Arbeit, auch wenn ihr Job sehr wichtig ist.

Auf mehreren Parcours mussten sich die Spürnasen beweisen und ihre Fertigkeiten zeigen. Dabei wurden sie, wie auch ihre menschlichen Begleiter, von erfahrenen Hundeführern beobachtet und bewertet. So galt es in einer Autotür kleine Mengen von Marihuana aufzuspüren, oder in einem Lenkrad winzige Mengen Heroin zu erschnüffeln. Insgesamt stellten sich 21 Teams aus Zwei- und Vierbeinern dieser Aufgabe.

Andreas Akeret, technischer Leiter des Diensthundewesens bei der Grenzwachregion II, war zufrieden mit dem, was die pelzigen Kollegen leisteten. «Das Wetter heute ist schwierig für die Tiere – es sind sehr viele Pollen und andere Düfte unterwegs, das macht die Suche für sie schwieriger.»

Trotzdem bewiesen die Fellnasen einen guten Riecher: «Das sollte man nie unterschätzen: Die Tiere haben eine enorm hohe Trefferquote», so Andreas Akeret. Gleichzeitig kann es aber auch bei ihnen vorkommen, dass sie, ebenso wie ihre Menschen, einen schlechten Tag erwischen. «Es sind Lebewesen – und dann funktioniert es manchmal eben nicht so gut, wie es normalerweise geht», so Andreas Akeret.

Aber vor allem hatten die Tiere an diesem Tag augenscheinlich eines: Spass. Während der gesamten Prüfung wedelte jedes Tier freudig erregt mit dem Schwanz, freute sich, wenn es mit seinem Spielzeug belohnt wurde, nachdem es fündig geworden war und genoss augenscheinlich die Zeit mit seinem Zweibeiner.

Solch eine Freude bei der Arbeit – das würde sich wohl so mancher Zweibeiner auch wünschen, wenn er die Tiere beobachtet.

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