Halbzeitfazit: Keine Raubkunst im Museum zu Allerheiligen

Autor
Radio Munot

Im Museum zu Allerheiligen wurde vor zwei Jahren eine Statue entdeckt, welche in den Wirren des Zweiten Weltkrieges geraubt worden war - wie es aussieht, war dies aber ein Einzelfall.

Luca Stoppa's Arbeit dauert noch bis September. Bild: Radio Munot

Bis jetzt gibt es in der Kunstsammlung im Museum zu Allerheiligen in Schaffhausen noch keine Raubkunst. Dieses Fazit zieht der Provenienzforscher Luca Stoppa nach der Halbzeit seiner Anstellung gegenüber Radio Munot. Seine Arbeit dauert noch bis Ende September. Dann muss er einen Abschlussbericht auf der Homepage veröffentlichen.

Seine Arbeit kommt dabei nicht von ungefähr: So stellte sich vor zwei Jahren heraus, dass eine Statue, die eine Dauerleihgabe an das Allerheiligen war, in Rom im Jahre 1943 gestohlen wurde. Zusammen mit anderen antiken Objekten wurde sie in den Wirren des Zweiten Weltkrieges aus dem «Museo Nazionale Romano» geraubt. Davon erfahren hat das Allerheiligen erst, als im Frühling vor einem Jahr via Schaffhauser Staatsanwaltschaft ein Rechtshilfeersuchen aus Rom eintraf: Der italienische Staat beantragte die Rückgabe der Mädchen-Statue. (lex/rm)

Radio Munot hat Luca Stoppa besucht und mit ihm über seine Arbeit gesprochen:

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