So soll die neue Rheinuferpromenade aussehen

Autor
Alexa Scherrer

Baustart für die Neugestaltung der Rheinuferstrasse: Es sollen Bäume gepflanzt, Sitzstangen platziert und Beleuchtungskonzepte umgesetzt werden. Für Verkehrsteilnehmer wird es kompliziert.

Bereits im September 2016 sagte die Schaffhauser Stimmbevölkerung ja zur Neugestaltung und Sanierung der Rheinuferstrasse - jetzt, knapp zweieinhalb Jahre später, beginnen die Bauarbeiten. Baustart ist am 4. März - und gebaut wird bis zum Frühling 2021. Wie die Stadt mitteilt, bleibt die Rheinuferstrasse zwar für den Verkehr geöffnet, je nach Verkehrslage sei aber mit Behinderungen und Wartezeiten zu rechnen. 

Das Projekt umfasst die Rheinuferstrasse mit der Rheinpromenade vom Freien Platz bis zum Mühlentorplatz. Die Rheinuferstrasse wurde in den 1960er Jahren als Entlastungsstrasse für die Altstadt errichtet. Heute befahren rund 18'000 Fahrzeuge pro Tag die Rheinuferstrasse – gleich viele wie den Gotthard-Strassentunnel. Die Strasse ist eine Hauptverkehrsachse und erschliesst die südliche Altstadt. Sie wird nicht nur vom motorisierten Individualverkehr stark genutzt, sondern dort verkehren auch städtische und regionale Buslinien, zudem verläuft auf der Uferpromenade der Rheinradweg von Basel nach Stein am Rhein. Der Radweg ist Bestandteil nationaler und internationaler Velo-Routen und wird insbesondere im Sommerhalbjahr von zahlreichen Velotouristen befahren.

Die Rheinuferpromenade ragt in Form einer Kragplatte bis zu 3 Meter über den Rhein hinaus.

Die Kragplatte ist konstruktiv verbunden mit der Ufermauer und einem darunter verlaufenden Energiekanal. Diese Betonkonstruktion aus den frühen 1960er Jahren muss dringend saniert werden. Für die Umsetzung ist ein Kostenrahmen von 7.5 Millionen Franken (Preisstand 2013) vorgesehen. 

Zwei Kreisel für mehr Verkehrsfluss an der Rheinuferstrasse

Im Zusammenhang mit der Neugestaltung der Schaffhauser Rheinuferstrasse wird die Stadt zwei Kleinkreisel einrichten. Der Verkehr soll so an der Kloster- und Bachstrasse weniger ins Stocken geraten. Dies ist vor allem nötig, weil bei den Bauarbeiten die Linksabbiegerspur entfällt. Man hat sich für Kreisel entschieden, da eine Ampelschaltung ohne Linksabbiegerspur den Verkehrsfluss zum Erliegen bringen würde.

Warum Kreisel eine gute Lösung sind, hören Sie hier:

Das sind die Ziele des Bauprojekts:

  • Neugestaltung und Attraktivierung der Promenade für Fussgänger sowie Velos. Die Promenade für Fussgänger und Velofahrer wird von 3 auf 5 Meter verbreitert. Eine Sitzstange, ein neues Lichtkonzept und neue Baumgruppen sorgen für eine insgesamt attraktivere Erscheinung der Rheinuferstrasse und mehr Aufenthaltsqualität an der Rheinpromenade. 
  • Sanierung der Kragplatte.
  • Die drei Bushaltestellen IWC, Mühlentor und Rhybadi werden barrierefrei gestaltet.
  • Erstellung der bisher fehlenden Trottoirs um das KV-Schulhaus (Zugang zur Bushaltestelle IWC) und das Stricki-Areal (Fussgänger-Verbindung zum Freien Platz).
  • Die Leistungsfähigkeit für den motorisierten Individualverkehr wird mit einer Optimierung der Fahrspuren und mit einer neuen Lichtsignalsteuerung bei den Verkehrsknoten gewährleistet.

Folgende Vorbereitungs- und Bauarbeiten sind während der ersten Bauetappe nötig: 

Der Übersichtsplan mit den vier Bauabschnitten.

 

  • Installation Baustelle: Im Bereich Kammgarnparkplatz wird ein Installationsplatz erstellt. Dadurch wird während der Bauzeit die Anzahl Parkplätze reduziert.
  • Entfernen aller Verkehrsinseln
  • Einrichten prov. Bushaltestelle IWC
  • Entfernen aller Bäume und Sträucher: Bei der Neugestaltung der Rheinuferstrasse werden sechs Baumgruppen neu gepflanzt und der Baumbestand insgesamt erhöht.
  • Lichtsignalanlage umbauen
  • Spurabbau in die Bachstrasse
  • Prov. Fussgänger-/Radfahrerführung Mühlentorplatz Ost
  • Kragplatte Elemente 1–5: Instandstellung
  • Umbau Pegelkammer und Sanierung Unterführung Mühlentorplatz, 1. Etappe
  • Bau neue Stützmauer
  • Erneuerung Kanalisation bei Klosterstrasse
  • Strassenverschiebung im Bereich Kammgarn

Die Schaffhauser Baureferentin Katrin Bernath erklärt die einzelnen Schritte des Projekts im Beitrag von Radio Munot:

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