Eine Tiefgarage und viel Platz für Innovation

Autor
Daniel Zinser

Die Stadt stellt ihr Nutzungskonzept für den Kammgarn-Westflügel vor. Auch der Kammgarnhof soll deutlich aufgewertet werden.

Die Stadt stellt ihr Nutzungskonzept für den Kammgarn-Westflügel vor. Bild: Selwyn Hoffmann

Nach der Schliessung der «Hallen für Neue Kunst» stehen der Stadt an zentraler Lage über 7500 Quadratmeter Fläche in den alten Kammgarn-Fabrikhallen zur Verfügung. Das Kammgarnareal sei für die Stadt von grosser Bedeutung und habe ein enormes Potenzial, erklärt der Stadtrat in einer Medienmitteilung und stellt sogleich das Nutzungskonzept für das Areal vor. 

In Teilen des Erdgeschosses und des ersten Obergeschosses soll zukünftig die Stadtbibliothek Räumlichkeiten beziehen, weil sie an ihrem derzeitigen Standort an der Schwesterngasse mit über 85'000 Besucherinnen und Besuchern pro Jahr an ihre Grenzen kommt. Auch die Ludothek soll ihren Platz im Kammgarn-Westflügel finden. Kulinarisches soll zukünftig im Erdgeschoss angeboten werden. In Abstimmung und als Ergänzung zur Kammgarn Beiz.

Im ersten Obergeschoss sollen laut den Plänen der Stadt Räume für Innovation und Kultur vermietet werden. Start-Ups, Pop-up-Stores, Ateliers und Ähnliches sollen hier oben Platz finden. Das 2. Obergeschoss soll der Sturzenegger Stiftung verkauft werden, die sich dazu verpflichtet, dieses dem Museum zu Allerheiligen zur Verfügung zu stellen. Der definitive Entscheid über den Verkauf wird dem Grossen Stadtrat mit der Rahmenkreditvorlage zur Entwicklung des Kammgarnareals unterbreitet.

In den zwei weiteren Obergeschossen soll laut der Stadt «eine wirtschaftliche Nutzung Einzug halten, die von der Nähe zu den andern Nutzern des Gebäudes profitieren kann.» Vorstellbar seien innovative Unternehmen aus der Design- und Kreativwirtschaft sowie der Informations- und Kommunikationsindustrie. Um geeignete Unternehmen zu finden, sucht die Stadt Unterstützung bei der Wirtschaftsförderung. Ebenfalls begrüssen würde der Stadtrat die Nutzung der beiden oberen Geschosse durch eine Bildungseinrichtung. Der Standort und auch die Bibliothek im gleichen Gebäude würden dafür sprechen.

Tiefgarage und Grünfläche

Das Gesamtprojekt beinhaltet auch die Neugestaltung des Kammgarnhofes. Die Parkplätze sollen aber nicht verloren gehen. Grundlage für die Möglichkeit der Platzneugestaltung ist die Erstellung einer einstöckigen Tiefgarage, an deren Baukosten sich auch die IWC AG beteiligen wird. Der Kammgarnhof soll zukünftig eine Grünfläche, eine Veranstaltungsfläche und einen Infrastrukturbau aufweisen und mit einer direkten Verbindung zur Klosterstrasse erschlossen werden. Für die Hofgestaltung soll ein Projektwettbewerb durchgeführt werden, bei welchem die Nutzungen und die wichtigsten Gestaltungselemente vorgegeben sind.

Für ergänzende Abklärungen für die Rahmenkreditvorlage zur Entwicklung des Kammgarnareals beantragt der Stadtrat einen Kredit von 300‘000 Franken. Damit sollen wesentliche kostentreibende Faktoren überprüft und das Risiko von Kostenabweichungen bei der Gesamtinvestition, die in der Rahmenkreditvorlage beantragt wird, minimiert werden. Genehmigt der Grosse Stadtrat den Kredit für Planungsgrundlagen, wird der Stadtrat die entsprechenden Planungen vornehmen und dem Grossen Stadtrat die Rahmenkreditvorlage zur Entwicklung des Kammgarnareals vorlegen.

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