Kammgarn: Verkaufsverhandlungen mit Hochschule sind gescheitert

Autor
Daniel Zinser

Der Stadtrat Schaffhausen konnte sich mit der Vertretung des Hochschulnetzwerks der IUN World nicht über die Verkaufsmodalitäten für zwei Stockwerke im Westflügel der Kammgarn für die Hochschule Schaffhausen einigen.

Die geplante Hochschule wird nicht ins Kammgarnareal ziehen. Bild: Archiv

Im Hinblick auf die Sanierung und Neunutzung des Kammgarnareals fanden in den letzten Monaten intensive Gespräche zwischen dem Stadtrat und einer Vertretung des internationalen Hochschulnetzwerkes IUN World über einen Verkauf von zwei Stockwerken des Westflügels der Kammgarn statt. Trotz langer Verhandlungen kam es jedoch zu keiner Einigung über die Verkaufskonditionen, wie der Stadtrat am Montagmorgen informierte. „Der Stadtrat hat bei den Verhandlungen auch die politischen Rahmenbedingungen (Bindung an den amtlichen Schätzungswert der Liegenschaft, Vorkaufsrecht, Rückkaufsrecht bei Zweckänderung) im Hinblick auf eine Volksabstimmung über den Verkauf zu berücksichtigen gehabt, was zum Teil nicht vereinbar war mit der kaufmännischen Sicht der Kaufinteressentin“, erklärte der Stadtrat in einer Medienmitteilung, wieso er beschlossen habe, Abstand von seinen bisherigen Verkaufsabsichten zugunsten der IUN World zu nehmen und die ursprünglichen Pläne für das weitere Vorgehen der Entwicklung des Kammgarnareals neu auszurichten.

Nutzung durch Stadtverwaltung prüfen

Festhalten will der Stadtrat aber am bisherigen Nutzungslayout für die ersten beiden Etagen des Westflügels. Die Freihandbibliothek Agnesenschütte sowie kulturelle Nutzungen und ein Gastrobetrieb sollen dort weiterhin Platz finden. Die geplante Aufwertung des Areals durch die Verlegung der Autoabstellplätze im Kammgarnhof in eine zu erstellende Tiefgarage soll ebenfalls Bestandteil der Vorlage bleiben. Für die drei weiteren Stockwerke wird der Fächer wieder geöffnet. Eine Möglichkeit wäre eine Ankernutzung durch die Stadt, als Alternative zur Zentralisierung der Verwaltung im Stadthausgeviert. Damit könnte auf den geplanten Verbindungsbau zwischen Stadthaus und Haus zum Eckstein verzichtet werden. Hierzu soll nun eine Machbarkeitsstudie und Kostenschätzung erstellt werden, für die im Budget 2017 ein Planungskredit eingestellt wird.

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