Trotz Nahostkonflikt steigt die Gewinnmarge – so behauptet sich die Neuhauser SIG auf dem Markt
Der Verpackungshersteller SIG aus Neuhausen vermeldet einen soliden Start ins Geschäftsjahr 2026. Der Umsatz sinkt zwar leicht, doch das Unternehmen konnte seine Gewinnmarge steigern. CEO Mikko Keto spricht von «herausfordernden Marktbedingungen».
Der andauernde Konflikt im Nahen Osten macht auch dem Neuhauser Verpackungsspezialisten SIG zu schaffen. Das zeigt sich auch im aktuellen Halbjahresergebnis. Wie das Unternehmen mitteilt, wurde das Geschäft im ersten Halbjahr 2026 durch hohe Rohstoff- und Transportkosten belastet. Dennoch ist es der SIG gelungen, den Umsatz unter Ausklammerung von Währungs- und Rohstoffpreisschwankungen leicht zu steigern und gleichzeitig die Profitabilität, also die Gewinnmarge, zu verbessern.
So sank der ausgewiesene Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zwar um 1,2 Prozent auf 1,56 Milliarden Euro, bereinigt um Währungseffekte legte der Umsatz jedoch um 0,8 Prozent zu. Besonders das Geschäft mit aseptischen Kartonverpackungen entwickelte sich positiv, während das Geschäft mit gekühlten Kartonverpackungen sowie Bag-in-Box-Lösungen rückläufig war.
Verbessert hat sich die Ebit-Marge, also die Gewinnmarge vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen. Sie stieg von 14,8 auf 15,6 Prozent. Das bereinigte Betriebsergebnis erhöhte sich auf 243,7 Millionen Euro. Dazu beigetragen haben laut SIG vor allem Kostensenkungen, Effizienzsteigerungen und geringere Abschreibungen. Höhere Rohstoff- und Frachtkosten konnten teilweise durch Preisanpassungen ausgeglichen werden.
Nord- und Südamerika wachsen stark
Bezüglich der Geschäftsentwicklung in den verschiedenen Regionen zeigte sich ein gemischtes Bild. Während Europa rückläufig war, verzeichnete SIG in Nord- und Südamerika das stärkste Wachstum. Auch in der Region Asien-Pazifik legte das Geschäft leicht zu. Dort profitierte das Unternehmen insbesondere von einer stabilen Nachfrage nach aseptischen Kartonverpackungen und einer stärkeren Marktposition in China und Südostasien.
CEO Mikko Keto sieht das Unternehmen trotz der «herausfordernden Marktbedingungen» auf Kurs, wie es in der Mitteilung heisst. Die im vergangenen Jahr eingeleiteten Verbesserungsmassnahmen würden Wirkung zeigen. Gleichzeitig wolle SIG den Fokus weiter auf aseptische Verpackungssysteme legen, in denen das grösste Wachstumspotenzial liege.
«Nach der soliden Entwicklung im ersten Halbjahr bestätigen wir unsere Prognose für das Gesamtjahr», wird Keto zitiert. Das Unternehmen rechnet mit einem währungsbereinigten Umsatzwachstum zwischen 0 und 2 Prozent. Die bereinigte Ebit-Marge soll zwischen 15,7 und 16,2 Prozent liegen. Allerdings weist SIG darauf hin, dass die geopolitische Lage sowie die Entwicklung der Rohstoff- und Transportkosten weiterhin Unsicherheitsfaktoren bleiben.