So fällt das erste Quartal 2026 der SIG Group AG aus
Der Neuhauser Konzern SIG rechnet für 2026 mit einem Umsatzwachstum in einer Bandbreite von bis zu 2 Prozent. Der Konzern erwartet, dass das Umsatzwachstum in der zweiten Jahreshälfte höher ausfallen wird. Zudem hat er die Zahlen fürs erste Geschäftsquartal veröffentlicht.
Das Wichtigste im Überblick:
- Der Umsatz im ersten Quartal 2026 blieb gegenüber dem ersten Quartal 2025 währungsbereinigt stabil (währungsbereinigt und zu konstanten Kunststoffpreisen Rückgang von 0,2 Prozent).
- Der ausgewiesene Umsatz war im ersten Quartal 2026 gegenüber dem ersten Quartal 2025 um 4,2 Prozent rückläufig.
- Der bereinigte Nettogewinn belief sich im ersten Quartal auf 48,1 Millionen Euro. Der ausgewiesene Nettogewinn betrug 67,3 Millionen Euro.
- Der bereinigte Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) belief sich im ersten Quartal 2026 auf 95,7 Millionen Euro und die bereinigte EBIT-Marge stieg auf 13,4 Prozent.
Verbesserung des Nettogewinns und Cashflows
Im ersten Quartal stieg der Umsatz der SIG mit aseptischen Kartonverpackungen währungsbereinigt um 1 Prozent, was auf das Mengenwachstum in der Region APAC (Asien-Pazifik) – begünstigt durch den Zeitpunkt des chinesischen Neujahrsfests – sowie in der Region EMEA (Europa, Naher Osten und Afrika) zurückzuführen ist, wo Kundinnen und Kunden zusätzliche Bestellungen aufgaben, um ihre Versorgung sicherzustellen.
Das Wachstum bei gekühlten Kartonverpackungen war währungsbereinigt mit 0,8 Prozent positiv. Bei Bag-in-Box- und Standbeutel-Verpackungen verzeichnete der Konzern währungsbereinigt und zu konstanten Kunststoffpreisen ein Umsatzrückgang von 5,7 Prozent.
Der bereinigte Nettogewinn belief sich im ersten Quartal auf 48,1 Millionen Euro. Der ausgewiesene Nettogewinn betrug 67,3 Millionen Euro.
Der bereinigte Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) belief sich im ersten Quartal 2026 auf 95,7 Millionen Euro und die bereinigte EBIT-Marge stieg auf 13,4 Prozent.
Negative Währungseffekte wurden durch Rohmaterialbeschaffung, Effizienzgewinne in der Produktion sowie niedrigere Abschreibungen und Amortisationen und geringere Vertriebs- und Verwaltungskosten kompensiert. Letztere reflektieren sowohl zeitliche Verschiebungen als auch die Wirkung der im Vorjahr eingeleiteten Massnahmen. Die Auswirkungen des Nahostkonflikts waren begrenzt.
Entwicklung in den verschiedenen Regionen
In Europa sank im ersten Quartal 2026 der Umsatz währungsbereinigt und zu konstanten Kunststoffpreisen um 4,6 Prozent. Dies reflektiert die schwächere Nachfrage in den Kernkategorien der aseptischen Kartonverpackungen – Milch und Saft – und die hohe Vergleichsbasis im Vorjahresquartal. Bag-in-Box- und Standbeutel-Verpackungen entwickelten sich trotz der nachlassenden Konsumstimmung gut und profitierten von einer niedrigeren Vergleichsbasis.
In der Region Indien, Naher Osten und Afrika betrug das Umsatzwachstum im ersten Quartal 2026 währungsbereinigt und zu konstanten Kunststoffpreisen 2,0 Prozent. Während das gute Wachstum bei aseptischen Kartonverpackungen trotz der geopolitischen Lage anhielt, verzeichneten Bag-in-Box- und Standbeutelverpackungen aufgrund hoher Vergleichswerte im Vorjahresquartal einen Rückgang.
Das Umsatzwachstum in der Region Asien-Pazifik betrug im ersten Quartal 2026 währungsbereinigt und zu konstanten Kunststoffpreisen 7,8 Prozent. Das Wachstum in der Region wurde durch den Ausbau der Vertriebskanäle und eine verbesserte Marktabdeckung durch die Einführung innovativer Produkte sowie durch den günstigen Zeitpunkt des chinesischen Neujahrsfests gestützt. In Indonesien begann sich mit dem Einstieg in den Schulmilchmarkt eine positive Dynamik zu entwickeln.
In Nord- und Südamerika sank der Umsatz im ersten Quartal 2026 währungsbereinigt und zu konstanten Kunststoffpreisen um 2,5 Prozent. Das Wachstum bei aseptischen Kartonverpackungen in Brasilien wurde durch eine schwächere Entwicklung bei Bag-in-Box- und Standbeutelverpackungen in den USA ausgeglichen, wo der Markt für «Out-of-Home-Dining» weiterhin gedämpft bleibt.
Ausblick für 2026
Die SIG hält an ihrer Prognose für 2026 fest. Das Unternehmen erwartet währungsbereinigt und zu konstanten Kunststoffpreisen ein Umsatzwachstum in einer Bandbreite von null bis 2 Prozent. Die bereinigte EBIT-Marge wird voraussichtlich im Bereich von 15,7 bis 16,2 Prozent liegen.
Weiter rechnet der Konzern damit, dass das Umsatzwachstum und die bereinigte EBIT-Marge in der zweiten Jahreshälfte höher ausfallen werden. Es wurden gezielte Massnahmen eingeleitet, um die Auswirkungen des Konflikts im Nahen Osten abzufedern. Die Nettoinvestitionen, einschliesslich Leasingzahlungen, werden innerhalb des Zielkorridors von 6–8 Prozent des Umsatzes erwartet. Der bereinigte effektive Steuersatz wird voraussichtlich zwischen 26 und 28 Prozent liegen, und die Ausschüttungsquote wird voraussichtlich in einer Bandbreite von 30–50 Prozent des bereinigten Jahresgewinns liegen.