Ehrfürchtige Stille und Goldregen

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Schaffhauser N…

«Fire on the Rocks» hiess es am Montag am Rheinfall. Das Feuerspektakel lockte rund 15 000 Zuschauer an.

Sie sorgten für viele «Ohs» und «Wows»: die sehenswerten Feuerwerkseffekte am Rheinfall. Bild: Selwyn Hoffmann

von Vicky Mäder

Als am Montagabend der erste Knall das Feuerwerk am Rheinfall eröffnete, war es, als bliebe in Neuhausen für eine halbe Stunde die Zeit stehen. Leute, die sich fluchend durch die Menge gekämpft hatten, blieben staunend stehen und richteten ihre Blicke zum Himmel. Gerede wich einer fast ehrfürchtigen Stille, unterbrochen von entzückten «Ohs» und «Wows». Dass der Rheinfall bereits nach den ersten Raketen hinter einer dicker ­werdenden Qualmwolke verschwand, schien niemanden zu stören. Wo man auch hinschaute: staunende Leute, die versuchten, das Spektakel mit ihren Smartphones festzuhalten. Als sich der Himmel nach der ersten Raketenserie langsam wieder verdunkelte, brach ­tosender Applaus rund um den Rheinfall aus, bevor für die zweite Serie ­wieder staunendes Schweigen einkehrte. ­Verschiedene Raketen tauchten den Nachthimmel abwechslungsweise in Rot, Blau, Orange, Weiss, Grün oder liessen sogar Gold regnen.

Rund 15 000 Menschen versammelten sich rund um den Rheinfall und ­forderten die volle Konzentration der Sicherheitsleute. «So viele Leute habe ich noch nie am Rheinfall erlebt», ­erklärte Veranstalterin Karin Spörli ­freudig. Glücklicherweise sei das Feuerwerk ohne irgendwelche Vorfälle über die Bühne gegangen, und so wurde der Abend zu einem schönen Erlebnis für die Besucher. Anders erging es wohl den Polizisten, die versuchten, das Abreisechaos in den Griff zu bekommen, das nach dem Feuerwerk trotz ­Extrabussen beinahe ganz Neuhausen lahmlegte.

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