So können Sie heute Nacht die Mondfinsternis am besten erleben

Autor
Ralph Denzel

Heute Abend kommt es zu einer Mondfinsternis. Nur in einigen Teilen der Welt kann man diese bewundern. Die Region Schaffhausen gehört auch dazu.

Der Mond wird heute Abend zu 65 Prozent im Schatten der Erde sein. Symbolbild: Pixabay

Zugegeben: Ganz so spektakulär wie im letzten Juli wird die Mondfinsternis heute Abend nicht, aber sie ist doch Grund genug, den Kopf in Richtung Himmel zu strecken. Während fast drei Stunden sind Teile des Mondes verdunkelt und dann rostbraun schimmern.

Der Mond wird dabei laut der Schweizerischen Astronomischen Gesellschaft zu rund 65 Prozent in den Kernschatten der Erde eintauchen. Generell in voller Länge sichtbar ist das kosmische Spektakel in Mittel-, Ost- und Südeuropa, Afrika und Indien.

Später Mondaufgang

Der Mond geht heute erst um 21.12 Uhr auf. Das bedeutet: Wer die Mondfinsternis richtig geniessen will, braucht etwas Geduld, denn erst ab ca. 22 Uhr wird er in den Kernschatten eintauchen. Das Maximum der Finsternis wird dann gegen 23.30 Uhr erreicht sein. Am Mittwochmorgen um 1 Uhr verlässt dann der Mond den Kernschatten wieder, um 2.20 Uhr ist das Spektakel endgültig vorbei.

Wer das alles beobachten will, sollte allerdings ein paar Tipps beachten. So sagt Hanspeter Walder von der Sternenwarte Schaffhausen: «Am besten geht man an einen Ort, wo es wenig Licht hat.» Desto höher dieser liegt, desto besser sei es. Das bedeutet für Schaffhauser: «Raus aus der Stadt», denn dort würde das Umgebungslicht viel von der Strahlkraft des Mondes absorbieren. Die Sternenwarte ist heute allerdings keine Alternative: Diese wird derzeit mit drei neuen Teleskopen ausgerüstet und ist erst wieder im September besuchbar.

Zusätzlich biete sich an, dass man auch einen Feldstecher oder noch besser ein Fernrohr auf einem Stativ mitnimmt, so Walder. Das würde reichen, um die typische Verfärbung des Mondes zu beobachten. «Ein Teleskop ist dafür nicht nötig», so Walder.

Das Wetter spielt mit

Vom Wetter her muss man auch keine Sorgen haben, versichert Cédric Sütterlin von Meteonews auf Anfrage von shn.ch: «Ganz frei wird der Himmel zwar nicht sein, aber es sieht doch recht gut aus», so der Experte. Zwar könnten im Verlauf des Abends ein paar Schleierwolken von Frankreich her anziehen und diese auch kurzzeitig den Mond bedecken, aber «man wird ihn wohl trotzdem gut sehen können».

Eine Mondfinsternis kann es nur bei Vollmond geben. Mond, Erde und Sonne stehen dann auf einer Linie. Die von der Sonne angestrahlte Erde wirft wie ein Sonnenschirm einen Schatten in den Weltraum. Wenn der Mond dann durch diesen Schatten läuft, sieht man eine Mondfinsternis. Steht der Trabant im vollen Umfang in diesem Schatten, spricht man von einer totalen Finsternis. (Mit Material von sda)

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