Gerichtstermin im September: «Franz W. bereut seine Tat sehr»

Autor
Kay Uehlinger

Am 11. September findet die Verhandlung am Kantonsgericht statt, um über die Massnahme für Franz W. zu entscheiden. Dieser hatte Mitarbeiter einer CSS-Filiale mit einer Kettensäge angegriffen.

Franz W. befindet sich momentan in der psychiatrischen Klinik Rheinau.

Vor rund zwei Jahren, im Juli 2017, ging Franz W. mit einer Kettensäge ausgerüstet in die Filiale der CSS-Versicherung in der Schaffhauser Vorstadt und verletzte damit zwei Mitarbeiter schwer und drei weitere leicht. Nach zwei Tagen auf der Flucht wurde er von der Kantonspolizei Zürich in Thalwil verhaftet. Nun kommt es nach zwei Jahren, am 11. September 2019 zur Verhandlung am Schaffhauser Kantonsgericht. Das bestätigt Thomas Fingerhuth, der Anwalt von Franz W., gegenüber «20 Minuten».

Für die Verhandlung sei bisher ein Tag eingeplant, ergänzt Fingerhuth auf Anfrage von shn.ch. Dabei handelt es sich allerdings nicht um eine normale Verhandlung. «Es wird nur über eine allfällige Massnahme und über die Zivilansprüche befunden», sagt Fingerhuth. Ob Franz W. aussagen wird oder ob für die Bestimmung der Massnahme lediglich das psychiatrische Gutachten berücksichtigt wird, sei noch nicht klar. So oder so: Bis im Herbst bleibt Franz W. in der psychiatrischen Klinik in Rheinau. Allerdings nicht mehr in der Hochsicherheitsabteilung, sondern in der normalen Abteilung. Der Unterschied: «Die Hochsicherheitsabteilung ist wie ein Gefängnis, mit hohen Mauern und einem rundum vergitterten Innenhof», sagt der Rechtsanwalt. 

Franz W. will laut Aussage von Fingerhuth in Zukunft wieder ein normales Leben führen können. «Franz W. wollte niemanden umbringen, und er bereut seine Tat sehr. W. befand sich in einer psychischen Ausnahmesituation, in der er sich nicht mehr anders zu helfen wusste.»

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