Vermehrt Fälle von Heuschnupfen im Kanton Schaffhausen

Autor
Kay Uehlinger

Die Nase läuft, die Augen brennen. Viele kämpfen im Frühling mit Heuschnupfen. Wie ernst ist die Lage im Kanton Schaffhausen und was kann man dagegen tun?

Viele werden von Nastüchern und Nasenspray durch den Frühling begleitet. Symbolbild: Pixabay

Der klassische Heuschnupfen entsteht durch eine allergische Reaktion des Körpers auf Pollen. «Warum sich Menschen damit anstecken, ist unklar, man ist halt allergisch oder eben nicht», sagt Georg Merz, Chefapotheker von der Rüden Apotheke. Durch das warme Wetter im Februar fing die Pollensaison 2019 sehr früh an. Vor allem die Haselblüte führte zu Heuschnupfen. «Momentan hat sich die Situation allerdings wieder vermehrt beruhigt.» Merz schätzt aber, dass bereits im April die nächste Pollen-Welle eintreffen werde. «Dann fangen Blumen und Gräser wieder an zu wachsen.»

Der Pollenkalender zeigt die Veränderungen der Pollenaktivitäten der letzten 20 Jahren. Screenshot: Meteo Schweiz

Bei der Unterstadt-Apotheke kämen in der Pollensaison rund 20 Personen am Tag in die Apotheke, wie Inhaber Minh-Trúc Lê sagt. «Die Zahl der Personen, die mit Beschwerden in die Apotheke kommen, ist in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen.» Aufgrund des Klimawandels beginne die Pollensaison bereits im Dezember und im Januar. Deshalb verwundere es nicht, dass «viele Leute auch immer früher mit Beschwerden kommen», meint Lé. Auch in der Amavita-Apotheke würden immer mehr Personen mit Beschwerden vorbeikommen. Den Grund sieht man dort ebenfalls beim Klima und der immer schlechter werdenden Luft.

Das hilft gegen Heuschnupfen

«Es gibt diverse Tabletten gegen Allergien», sagt Georg Merz. Allerdings könnten diese auch Nebenwirkungen wie Müdigkeit mit sich bringen. «In dieser Zeit sollte man auf das Autofahren verzichten.» Merz räumt jedoch gleich ein: «Das war früher mehr der Fall. Die meisten Anti-Allergika sind verträglicher geworden und rufen diese Nebenwirkungen nicht mehr hervor.»

Zur Vorbeugung einer Pollenallergie verrät Merz einige Tipps: «Am besten eine Sonnenbrille tragen.» Auch normale Brillen würden verhindern, dass Pollen direkt den Weg ins Auge fänden. Zusätzlich solle man sich am Abend die Haare waschen, da sich der Pollenstaub dort absetze und vor dem zu Bett gehen, solle man das Kissen ausschütteln.

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