Feuerverbot im Kanton gilt weiterhin

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Schaffhauser N…

Im Kanton Schaffhausen gilt wegen der Trockenheit bis auf Weiteres ein Feuerverbot. Bekannt ist nun auch, wieviele Fische durch die Hitzewelle starben: 2.9 Tonnen tote Tiere mussten entsorgt werden.

Im Wald und in Waldesnähe (im Abstand von 200 Metern zum Waldrand) gilt weiterhin ein Feuerverbot. Symbolbild Pixabay

Die Kantonale Führungsorganisation hat heute Morgen im Beisein der für die Sicherheit zuständigen Regierungsrätin Cornelia Stamm Hurter eine erneute Lagebeurteilung der anhaltenden Trockenheit vorgenommen. Die leichten Niederschläge von gestern Donnerstag und der vorübergehende leichte Temperaturrückgang haben die ausserordentliche Trockenheit und die bestehende grosse Waldbrandgefahr nicht entschärft, teilt nun die Staatskanzlei Schaffhausen mit. Insbesondere im oberen Kantonsteil und im oberen Reiat liegt weiter eine ausserordentliche Trockenheit vor.

Feuerverbot gilt weiterhin

Im westlichen Teil des Kantons (Klettgau und Randental) ist die Situation etwas entspannter. Aufgrund der Wetterprognosen mit weiterhin trockenem und warmem Sommerwetter bleibt das vom Regierungsrat für den ganzen Kanton angeordnete Feuerverbot im Wald und in Waldesnähe (im Abstand von 200 m zum Waldrand) bis auf weiteres in Kraft. In Gemeinden, in denen ein generelles Feuerverbot gilt, sind offene Feuer aller Art (auch in Feuerstellen, Feuerschalen usw.) verboten. Erlaubt ist das Grillieren mit Gas- oder Elektrogrill mit der entsprechenden Vorsicht. Sodann ist das Wegwerfen von brennenden Zigaretten und Zündhölzern verboten. Angesichts der nach wie vor grossen Waldbrandgefahr und des sehr trockenen Laubes auf dem Waldboden werden die vom Zivilschutz durchgeführten Überwachungsmassnahmen weitergeführt. So beobachten und überwachen Zivilschutzangehörige in enger Zusammenarbeit mit den lokalen Forstdiensten und den Feuerwehren einzelne, schwer einsehbare Waldabschnitte insbesondere im oberen Kantonsteil und auf dem Randen.

Atempause für Fischbestände im Rhein

Die auch diese Woche anhaltend hohen Wassertemperaturen haben den Fischbeständen im Rhein weiterhin stark zugesetzt. Aktuell beläuft sich die entsorgte Menge verendeter Fische auf rund 2,9 Tonnen, was ungefähr dem Fangertrag auf Äschen im Jahr 2016 entspricht. Zurzeit bewegt sich die Wassertemperatur im Rhein aufgrund des gestrigen vorübergehenden Wetterumschwungs bei knapp 24,5° C – eine willkommene Atempause für die Fische. Eine Entwarnung ist aktuell jedoch noch nicht angezeigt: Hierfür bedürfte es einer anhaltenden Abkühlung des Rheins. Entsprechend wird auch das Notfall- und Entsorgungskonzept bis auf weiteres aufrechterhalten. Die Bevölkerung wird weiterhin um Rücksichtnahme im Umfeld der Massnahmen gebeten. Bei einer allfälligen Entspannung wird die Fischereiverwaltung wieder informieren. Aufgrund des weiterhin tiefen Wasserstandes ist die Entnahme von Wasser aus der Biber verboten. Die Gemeinden beobachten ihre Trinkwasserversorgung laufend und werden bei Bedarf allfällige Massnahmen ergreifen. Aufgrund der aktuellen Wetterprognosen kann in den nächsten Tagen nicht mit ergiebigen Niederschlägen gerechnet werden.

Die Kantonale Führungsorganisation wird am kommenden Freitag, 17. August 2018, eine erneute Lagebeurteilung vornehmen und gegebenenfalls ergänzende Massnahmen in die Wege leiten.

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