Schulzahnklinik: Erste Untersuchungsphase abgeschlossen

Autor
Alexa Scherrer

Haben Mitarbeiter der Schulzahnklinik Patienten abgeworben? Die erste Phase der internen Untersuchung hat noch keine konkreten Resultate geliefert. Patientenwechsel hätten aber stattgefunden.

Die Untersuchungen in der Schulzahnklinik dauern an. Bild: Eric Bührer

Neues Kapitel in der Affäre um die Schaffhauser Schulzahnklinik. Mehrere Patienten und Eltern hatten berichtet, dass ein Kieferorthopäde seit Jahren versuche, ­Patienten aus der Klinik abzuwerben. Sowohl bei den SN als auch beim Schaffhauser Erziehungsdepartement sind entsprechende Hinweise eingegangen. Dieses hat daraufhin eine interne Untersuchung angeordnet. Wie das Departement heute schreibt, ist nun die erste Phase abgeschlossen. 

Aufgrund der bisherigen Erkenntnisse gehe das Erziehungsdepartement davon aus, dass «zwischen der Schulzahnklinik und privaten Zahnarztpraxen in der Vergangenheit vereinzelt Patientenwechsel stattgefunden» hätten. Ob diese «gezielt zur Erlangung eines persönlichen Vorteils ausgelöst wurden oder ob sie mangels Kapazitäten der Schulzahnklinik stattgefunden haben» werden in einer zweiten Untersuchungsphase genauer abgeklärt. Diese soll nach den Sommerferien abgeschlossen sein.

Neues Reglement

Erziehungsdirektor Christian Amsler habe als Sofortmassnahme beschlossen, dass Mitarbeiter der Schulzahnklinik vorläufig in keiner privaten Praxis mehr Kunden der Schulzahnklinik aufnehmen dürfen. Die Massnahme gelte bis ein neues Reglement über die private Tätigkeit von Mitarbeitern der Schulzahnklinik ausgearbeitet sei. Eigentlich konnten Mitarbeiter, die nebst ihrem Pensum an der Schulzahnklinik in einer eigenen oder privaten Praxis arbeiteten, Kunden auch bis anhin nicht einfach ohne Begründung dort behandeln.

Auch medizinische Fachfragen wurden in die Untersuchung miteinbezogen. Unter anderem hätten sich die Vorwürfe, dass von der Schulzahnklinik bei einzelnen Patienten fälschlicherweise Karies diagnostiziert worden sei, bislang nicht bestätigt.

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