Schafherde überfahren: Wurde der Elektrozaun manipuliert?

Autor
Alexa Scherrer

49 Schafe wurden bei einer Kollision mit dem «Seehas» getötet. Hat ein Hund die Tiere in die ausweglose Situation gedrängt - oder hat sogar jemand den Elektrozaun manipuliert?

Zwischen Singen und Engen kollidierte der Zug mit einer Schafsherde. Bild: zvg Polizeipräsidium Konstanz

Das Drama passierte am frühen Mittwochmorgen vor einer Woche. Gegen 4.40 Uhr kollidierte ein Regionalzug der SBB Deutschland bei Singen mit einer Schafherde. 49 Tiere überlebten den Crash mit dem «Seehas» nicht. In der Zwischenzeit wurden weitere Details bekannt.

Wie die Staatsanwaltschaft und die Bundespolizeiinspektion Konstanz heute mitteilen, hatte der Grossteil der Gesamtherde von 450 Tieren das eigentlich mittels Elektrozaun gesicherte Weidegelände in der Nacht verlassen. Die Tiere liefen im Anschluss den nahen Bahndamm hoch und standen dann dichtgedrängt auf den dortigen Gleisen. «Dieses Verhalten könnte auf auf eine Panikreaktion schliessen lassen», heisst es in der Mittelung. Die Bundespolizei will herausfinden, ob ein Hund mit dem Ereignis in Verbindung stehen könnte. Zudem werden Hinweise überprüft, wonach am Elektrozaun manipuliert worden sein könnte. 

Menschen wurden beim Vorfall keine verletzt. Der vorläufige Gesamtschaden beläuft sich auf rund 18'000 Euro. 

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