Aus «Orlandi» wird «Hannibal»

Eva Wanner (ewa.) | 
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Das Team von Hannibal Uhren und Schmuck vor den beiden Läden am Fronwagplatz 24. Bild: Eva Wanner

Das Team bleibt, ebenso das Sortiment sowie der Fokus auf den Service – denn «Orlandi» und «Hannibal» haben schon immer zusammengehört. Die einzige Änderung wird der Name sein.

Unter demselben Firmendach waren sie schon immer. Nun wird diese Zusammengehörigkeit auch äusserlich noch sichtbarer: Denn aus «Orlandi» wird «Hannibal». Dieser Schritt, so sagt Lars Hannibal, Inhaber und Geschäftsführer, habe sich mit der Pensionierung des Namensgebers Sergio Orlandi abgezeichnet. Es eilte nicht, man liess sich gut zwei Jahre Zeit. Nun aber wird es bald so weit sein. «Es ist ein guter Zeitpunkt, die Namen auf eine Linie zu bringen», sagt Lars Hannibal.

Ein besonderes Augenmerk liegt auf dem Service – hierfür wurde das Uhrmacheratelier an der Schwertstrasse ausgebaut. Bild: zvg

Was wird sich damit für die Kundschaft ändern? In einem Wort: Nichts. Ausser, dass an allen Schaufenstern am Fronwagplatz 24 «Hannibal» stehen wird, wirklich rein gar nichts. Das Sortiment bleibt gleich, die Mitarbeitenden werden auch in Zukunft dieselben sein. Auch die interne Kultur bleibt dieselbe – dass Lars Hannibal auf mehrere langjährige Mitarbeitende zählen kann, spricht für sich. Für das angenehme Arbeitsumfeld, den guten Teamspirit, die bereichernde Zusammenarbeit der 17 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Auch die Art, wie Kundinnen und Kunden bedient und behandelt werden, wird sich nicht ändern: offen, freundlich, zugänglich gegenüber allen Kundinnen und Kunden, den Servicegedanken hochhaltend.

Drei Standorte, drei Spezialisierungen

«Alle Standorte», das sind in diesem Fall drei. Und auch wenn sie bald alle denselben Namen tragen, seit jeher dieselben Köpfe mit derselben Philosophie dahinterstehen, so unterscheiden sich die drei doch in einigen Bereichen, wie Lars Hannibal erklärt.

Der bald ehemalige Laden Orlandi biete eine Top-Auswahl im unteren bis mittleren Segment (bei Hannibal Uhren und Schmuck bekommt man Stücke ab 200 Franken). Der Laden sei besonders stark im Schmucksegment und da wiederum noch spezifischer im Bereich der Trauringe.

Der Laden gleich nebenan am Fronwagplatz ist spezialisiert auf insbesondere drei grosse Marken: Rolex – Hannibal ist offizieller Rolex-Fachhändler mit der Autorisierung für den Verkauf und die Wartung dieser Uhren –, Cartier sowie Jaeger-LeCoultre.

Und dann noch die Schwertstrasse, das Geschäft mit dem breitesten Sortiment der drei. Hier werden Uhren von IWC, Omega, Hublot, Panerai, Tudor und noch einige mehr angeboten – und dort ist auch das Uhrmacheratelier. Es wurde auf 40 Quadratmeter verdoppelt und mit den besten Geräten und der neuesten Technik ausgestattet. Der Service, also alles, was nach dem Verkauf kommt, wird bei Hannibal Uhren und Schmuck grossgeschrieben. Denn wie es der französische Philosoph, Moralist und Schriftsteller Luc de Clapiers sagte: «Die Vollkommenheit einer Uhr besteht nicht darin, schnell, sondern richtig zu gehen.»

Der grosse Vorteil bei Hannibal: Die drei Standorte liegen auch geografisch nahe beieinander. Je nachdem, was die Kundschaft wünscht, können die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Person in den entsprechenden Laden begleiten und vor Ort beraten. Und für den Service können die schönen Stücke sowieso an allen drei Standorten abgegeben werden.

Das Uhren-Mekka Schaffhausen

Wer den ersten Schritt, aus welchen Gründen auch immer, in einen der Läden zunächst vielleicht nicht wagt, kann sich auf der Website vorinformieren (www.hannibal-watches.com). Eingekauft werde in dem Bereich, in dem Hannibal agiert, aber immer noch am liebsten vor Ort. Aus einem besonderen Grund: «Wir verkaufen Emotionen», sagt Lars Hannibal. Weder Uhren noch Schmuck seien eine Notwendigkeit, sondern etwas, das man sich gönne, das man sich bewusst leiste. In solchen Momenten dabei sein zu dürfen, sei einer der schönsten Aspekte des Berufs.

Geschichten über solche Augenblicke hat Lars Hannibal schon von klein auf mitbekommen. Denn gegründet hat die Firma sein Vater Frank Hannibal – vor 51 Jahren. Mutig setzte er, ganz entgegen dem Trend, auf mechanische Uhren. Die Zeit sollte ihm recht geben.

Auf den ersten Standort weist immer noch eine Aussenuhr hin. Bild: Eva Wanner

Der erste «Hannibal»-Standort war wenige Meter vom heutigen am Fronwagplatz entfernt. Bis heute geblieben ist eine Zeitzeugin: eine Aussenuhr von IWC. Lars Hannibal erzählt die Geschichte dahinter: Als 2001 der Standort gewechselt wurde, kam, natürlich, auch die Uhr von der Fassade. Die Schaffhauserinnen und Schaffhauser aber hatten sich so sehr daran gewöhnt, dass sie sogar Leserbriefe schrieben mit der Bitte, die Uhr doch zu belassen. IWC, deren Partner Hannibal ist, sprang ein und hängte eine neue Aussenuhr auf.

Die Geschichte macht deutlich, wie stark Hannibal Uhren und Schmuck mit Schaffhausen verbunden ist. «Ich könnte mir keine bessere Stadt für unser Geschäft vorstellen», sagt Lars Hannibal. Sie sei die einzig richtige deutschschweizer Uhrenstadt. Oder wie er schwärmt: das Uhren-Mekka. Hier kam Hannibal her und hier werden der Name und die Geschäfte auch bleiben. Alle drei – die bald auch alle den gleichen Namen am Schaufenster haben.

Logo Hannibal Uhren und Schmuck

Adressen und Öffnungszeiten

Hannibal Uhren und Schmuck
Schwertstrasse 6, 8200 Schaffhausen
[email protected]
052 625 14 06


Fronwagplatz 24 (rechts), 8200 Schaffhausen
[email protected]
052 630 02 40


Montag: 11:00 bis 18:30 Uhr
Dienstag bis Freitag: 9:00 bis 18:30 Uhr
Samstag: 10:00 bis 17:00 U
hr

Hannibal Uhren und Schmuck (vormals Orlandi)
Fronwagplatz 24 (links), 8200 Schaffhausen
[email protected]
052 625 28 48


Montag: 13:30 bis 18:30 Uhr
Dienstag bis Freitag: 9:00 bis 12:00 Uhr und 13:30 bis 18:30 Uhr
Samstag: 9:00 bis 16:00 Uhr

www.hannibal-watches.com

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