Wimbledon: Leonie Küng steht im Juniorinnen-Finale

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Schaffhauser N…

Die Beringer Tennisspielerin Leonie Küng steht nach dem heutigen Sieg gegen Xiyu Wang im Final des Juniorinnenturniers in Wimbledon.

Leonie Küng aus Beringen steht bei der diesjährigen Austragung des traditionellen Wimbledonturniers im Final des Turnier der Juniorinnen. Bild: Screenshot SRF

Was für eine starke Leistung von Leonie Küng. Die 17-Jährige Tennisspielerin aus Beringen steht nach einem 6:4 6:7 (6:8) 6:3 gegen die als Nummer 10 gesetzte Chinesin  Xiyu Wang im Final des Juniorinnenturniers in Wimbledon. Zuletzt stand mit Belinda Bencic vor fünf Jahren eine Schweizerin im Finale des prestigeträchtigen Turniers.

Matchbälle schon im zweiten Satz 

Küng gewann den ersten Satz gegen die Chinesin mit 6:4. Ein Break zum perfekten Zeitpunkt gefolgt von einem sauberen Aufschlagspiel sicherten ihr Satz eins. Im zweiten Satz gelingt ihr bei 4:4 zwar das Break, aber als sie zum Matchgewinn serviert, kassiert sie umgehend das Rebreak. Im Tie-Break verlor die Beringerin nach zwei  vergebenen Matchbällen mit 6:7. Dieser Rückschlag brachte Küng aber nicht aus der Bahn. Im dritten Satzt setzte die Beringerin  Xiyu Wang stehts unter Druck und breakte ihre Gegnerin  gleich zwei Mal. Selbst kassierte sie nur ein Break und somit durfte sie beim Stand von 5:3 zum Matchgewinn aufschlagen. Ihr letztes Aufschlagsspiel brachte Küng sicher nach Hause und steht somit am Samstag im Finale.

Schon vor einem Jahr hatte mit Simona Waltert eine Schweizer Juniorin die Wimbledon-Halb­finals erreicht. Leonie Küng sicherte sich den Einzug in den Halbfinal mit 7:6 (7:3), 7:5 gegen die als Nummer 13 gesetzte French-Open-­Finalistin Caty McNally aus den USA. Im Interview mit dem Schweizer Fernsehen zeigte sich die Nachwuchsspielerin gestern erfreut über ihre guten Leistungen: «Ich bin mega happy, dass es mir hier so gut läuft».

Leonie Küng erlebt in Wimbledon eine erfolgreiche Woche. Archivbild: PD

Die Schaffhauserin spielte vor zehn Tagen in Roehampton erstmals überhaupt auf Rasen und musste in Wim­bledon durch die Qualifikation, weil sie mehrheitlich Frauenturniere spielt und deshalb kein hohes Junioren­ranking hat. Sie fühle sich einfach wohl auf dem Rasen und ihr Service funktioniere gut, versuchte sie gegenüber dem SRF die Gründe für ihren Erfolg zu erklären. In der WTA-Rangliste ist Küng als Nummer 417 die elftbeste Schweizerin. Küng wird zwar von Swiss Tennis unterstützt, trainiert aber in Schaffhausen beim TC Cilag unter Anleitung ihres Vaters Martin mit ihrer zwei Jahre jüngeren Schwester Lisa, die derzeit an den Schweizer ­Junioren-Meisterschaften im Tessin spielt. Daneben macht sie online einen amerikanischen Highschoolabschluss. Die Familie hatte zu Trainingszwecken drei Winterhalbjahre in den USA verbracht. Sie besitzt in Beringen einen Bauernhof mit Pferden.

Schon vor dem Halbfinal ist klar, das Wimbledon-Turnier ist für die junge Beringerin ein einmaliges Erlebnis. «Wenn man auf den Trainingsplatz kommt und da Spieler wie Roger Federer, Raffael Nadal oder Novak Djokovic sieht, ist das schon was ganz besonderes», erklärt sie gegenüber dem SRF. Ein erster Lohn für das erfolgreiche Abschneiden in London gibt es jetzt schon. Zusammen mit der um 22 Jahre ältere Patty Schnyder erhält Küng von den Organisatoren der Ladies Championship Gstaad eine Wild Card. Damit stehen sechs Schweizerinnen im Hauptfeld des Gstaader Turniers. (sda/r.)

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