«FF Nordost»: Fünf Vereine, ein Ziel

Autor
Tobias Erlemann

Die Clubs FC Diessenhofen, FC Stammheim, FC Stein am Rhein, FC Büsingen und der FC Ramsen wollen gemeinsam noch gezielter den Frauen- und Mädchenfussball in der Region fordern und fördern.

Das Jahr 2019 soll ganz im Zeichen der Förderung des Frauenfussballs stehen. «Es gibt viele Mädchen, die Fussball spielen wollen. Diesen sollten wir eine Chance geben und sie fördern, um mehr aktive Spielerinnen zu haben», sagte Sarah Akanji, Schwester von Nationalspieler Manuel, an der FVRZ-Gala im vergangenen Dezember. Die 25-Jährige, erst im März in den Zürcher Kantonsrat gewählt, spielt selbst Fussball beim FC Winterthur.

Nun will auch eine regionale Vereinigung sich verstärkt der Förderung des Mädchen- und Frauenfussballs widmen. Unter dem Label «FF Nordost» haben sich die Vereine FC Diessenhofen, FC Stammheim, FC Stein am Rhein, FC Büsingen und FC Ramsen zusammengetan, um die Basis für eine konstruktive Nachwuchsarbeit im Frauenfussball zu legen. So spielen die Frauen des FC Diessenhofen bereits in der 2. Liga. Doch nun soll vor allem der Unterbau gestärkt werden. «Nur 10 Prozent der Mädchen, die sich für Fussball interessieren, spielen auch wirklich im Verein», weiss Anita Mändli, Sportchefin der FC Diessenhofen-Frauen. Mändli hat im neuen Projekt auch die Koordination zwischen den verschiedenen Partner übernommen – und hofft auf reichlich Nachwuchs: «In Zürich boomt derzeit der Frauenfussball. Das können und wollen wir auch im Kanton Schaffhausen schaffen.»

Aktionstag am 1. Mai

Dazu wird am 1. Mai ein Schnuppertraining für alle interessierten Juniorinnen abgehalten. Von 10 Uhr bis 12.30 Uhr haben Mädchen der Jahrgänge 2003 bis 2013 die Möglichkeit, auf der Sportanlage Prakerwiesen in Diessenhofen in altersgerechten Gruppen ein Training zu absolvieren. Ob bereits aktiv dabei oder Anfänger, alle Mädchen seien willkommen, betont Mändli.

Für die kommende Saison sind dann mehrere neue Teams in der Spielgemeinschaft «FF Nordost» geplant. Bei den B-Juniorinnen hat man aktuell 12 Spielerinnen, welche vorrangig schon beim FC Büsingen unter Coach Patrick Happle in der aktuellen C-Juniorinnenmeisterschaft mitmischen. Einige Talente aus einem privaten Mädchenfussballprojekt in Ramsen, gegründet von Daniel Gnädinger, werden hinzustossen. Gnädinger war es auch, der die Initiative ergriff und Mitstreiter suchte. Mit den fünf Vereinen an Bord soll es nun konstruktiv nach vorne gehen. So wird es auch ein Team bei den C-Juniorinnen geben. Und auch eine D-Jugendequipe ist angedacht, gibt es doch zahlreiche Mädchen, die gerne Fussball spielen würden, «aber zu schüchtern sind, um bei den Jungs mitzuspielen. Denen wollen wir die Chance geben, in einer reinen Mädchenmannschaft ihrem Hobby nachzugehen», erklärt Mändli.

Dass der Frauenfussball in der Schweiz boomt, zeigt die Nationalmannschaft, welche auf dem Weg in die erweiterte, europäische Spitze ist. So würden sich immer mehr Mädchen für Fussball interessieren und hätte richtige Vorbilder. «Wir hoffen, mit unserem Projekt zahlreiche Interessierte anzusprechen. Denn das Potenzial ist da, auch in der Region Schaffhausen etwas Nachhaltiges aufzubauen», hofft Mändli, dass viele Talente am 1. Mai nach Diessenhofen pilgern werden, um das Projekt «FF Nordost» erfolgreich zu starten.

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