Heisses Duell für den FCD bei Aufsteiger Oberwinterthur

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Schaffhauser N…

Zum Saisonauftakt muss der FC Diessenhofen bei Neuling FC Oberwinterthur ran. FCD-Coach Pesenti will die richtigen Lehren aus dem Cup-Debakel in Neftenbach (0:6) ziehen.

Diessenhofen-Coach Remo Pesenti freut sich auf den Start in die Saison. Bild: pd

Ein Weckruf zur rechten Zeit? Darauf hofft zumindest Remo Pesenti, dass das 0:6 im Cup beim FC Neftenbach allen Spielern des FC Diessenhofen die Augen geöffnet hat. «Grundsätzlich ist es sicher nicht schlecht, wenn alle ein wenig ins Grübeln kommen und sehen, dass es ohne jeglichen Einsatz nicht geht», zieht der FCD-Coach das Positive aus der bitteren Schlappe heraus. Aber Pesenti sagt auch offen: «Diese Niederlage hat mich schon ein wenig ins Grübeln gebracht.»

Denn eigentlich lief die Vorbereitung bis zum Cup-Aus sehr gut. Die Mannschaft war willig, wollte vorankommen, hatte den Mut, neue Ideen umzusetzen. Nun hat das Selbstbewusstsein vor dem heutigen Saisonstart (20.15 Uhr) beim FC Oberwinterthur etwas gelitten. Rein personell sieht es bei den Thurgauern dagegen wieder besser aus. Alle Spieler sind aus dem Urlaub zurück, «nur» drei verletzte Spieler hat Pesenti zu beklagen, wobei speziell Luciano Aulisio im defensiven Mittelfeld fehlen wird. «Ansonsten sind wir gut drauf, wir haben in den letzten Trainingseinheiten fokussiert gearbeitet», erklärt Pesenti. Dabei legte der 43-Jährige das Augenmerk nochmals auf die defensive Kompaktheit. Im Zentrum müsse sein Team dicht stehen und die Zweikämpfe annehmen. «Das wird entscheidend sein in Oberwinterthur, dass wir in der Innenverteidigung und im defensiven Mittelfeld den Gegner konsequent bearbeiten, um dann schnell selbst in die Offensive umschalten zu können», gibt Pesenti als Marschrichtung vor.

Aber auch der Ex-Profi weiss: Das Spiel beim Aufsteiger wird kein Zuckerschlecken für die Thurgauer, zumal die Partie auch noch auf Kunstrasen ausgetragen wird. «Das wird ein Kampfspiel, darauf müssen wir uns einstellen», sagt der Ex-Defensivakteur. Zwar hat der Aufsteiger nach seinem letztjährigen Durchmarsch in die 2. Liga regional selbst ein paar wichtige Akteure verloren, unter anderem wechselte Erfolgstrainer Gianni Lavigna zu Konkurrent Bassersdorf. Das Potenzial sei dennoch gross, weiss Pesenti. «Und als Aufsteiger haben sie zu Beginn auch eine gewisse Euphorie.»

Und Diessenhofen steht schon zum Auftakt ein Stück weit unter Druck, denn bereits am kommenden Sonntag kommt es zum ersten Heimspiel (10.15  Uhr) der Saison – gegen den FC Unterstrass, der bereits in der vergangenen Saison zu den Topteams der Liga gehörte. So wäre punkten in Oberwinterthur umso wichtiger, damit die Thurgauer zum Start nicht komplett mit leeren Händen dastehen. Coach Pesenti vertraut aber voll und ganz seinen Spielern. Und hofft auf ein Umdenken nach dem Cup-Desaster. «Wir sind parat, haben unsere Lehren aus der Niederlage gezogen und wollen uns in Obewinterthur nicht verstecken, sondern den Gegner früh pressen. Wenn uns das gelingt, nehmen wir auch Punkte mit nach Hause», ist Pesenti überzeugt. (toe)

 

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