Kadetten in den Play-offs angekommen

Autor
Philipp Hagen

Die Orangen konnten dank einem deutlichen Sieg in Basel eine kleine Krise abwenden. Am Samstagabend muss nun der obligate Heimsieg folgen.

Die Kadetten um Jonas Schelker (mit Ball) zeigten sich stark verbessert. Bild: P. Hagen

Die Kadetten haben heute Abend (19.30 Uhr, BBC Arena) die Chance, in der Play-off-Viertelfinalserie gegen den RTV Basel erstmals vorzulegen. Fraglich ist aber, welches Gesicht die Munotstädter in Spiel drei zeigen werden. Auf das enttäuschende erste Spiel zeigten sich die Orangen im Auswärtsspiel am Donnerstagabend in ­Basel exorbitant verbessert. Einige Spieler wie etwa Captain Dimitrij Küttel und Max Gerbl waren wie ausgetauscht. Und vor allem die defensive Leistung der Schaffhauser war kein Vergleich gegenüber Spiel eins. «Wir sind in den Play-offs angekommen», postulierte auch ­Kadettentrainer Petr Hrachovec nach Spielschluss.

Beim 28:18-Erfolg hatten seinen Mannen zwar erneut Startschwierigkeiten zu bekunden – erneut agierte man überhastet und nervös - und führten zur Pause nur mehr schlecht als recht. Doch nach dem Seitenwechsel stand da eine andere Schaffhauser Mannschaft auf dem Platz. Eine, welche die Partie nach Belieben dominierte und diese innert einer Viertelstunde nach Wiederaufnahme des Spiels vorentschied. Vor ­allem spielten die Kadetten cleverer als noch im ersten Spiel. Man zwang die Basler zu vielen Zeitstrafen, verwandelte diesmal die Penaltys, und war in den wichtigen Situationen jeweils zur Stelle. So etwa Samuel Zehnder, welcher in einer doppelten Unterzahlsituation seiner Mannschaft in der 35. Minute den Ball in der Defensive abfing. Zehnder war mit neun Treffern – sechs mittels Penalty – allgemein der beste Mann auf dem Platz. Der erst 19-Jährige ist ein riesiges Versprechen für die Zukunft.

Noch ist zwar nicht alles golden, was die Schaffhauser anfassen. Doch mental war dieser Sieg mit Sicherheit Gold wert. Zumindest in der zweiten Halbzeit ist man meisterlich aufgetreten. So kann man nun wieder um den Titel spielen. Woher dieser Wandel kommt? «Wir ­haben die letzten zwei Tage sehr gut ­genutzt und waren heute bestens vorbereitet. Wir fanden gegen ihre Kombinationen immer eine Lösung», erklärte Hrachovec.

Und die Basler? Ja bei denen war von dieser Unbekümmertheit von Spiel eins nicht mehr viel zu sehen. Nach dem überraschenden Auftaktsieg in der BBC Arena macht man sich auf Basler Seite auf einmal Hoffnung. Und mit der Hoffnung kommt der Druck. Nachdem man von den Schaffhausern nach der Halbzeitpause etwas distanziert wurde, lief bei der Heimmannschaft gar nichts mehr. Abschreiben darf man die Basler allerdings noch nicht. In drei von vier Halbzeiten brachten sie den Titelaspiranten Kadetten in grosse Bedrängnis.

 

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