Ziel: Oben dabei bleiben

Autor
Daniel Koch

Der FC Schaffhausen hat gestern den Trainingsbetrieb im Lipo-Park wieder aufgenommen. Trainer Boris Smiljanic konnte (fast) alle Profis und zwei Testspieler begrüssen.

Willkommen: Trainer Boris Smiljanic (hinten rechts) begrüsst seine Spieler zum ersten Training im Jahre 2018. Bild: Daniel F. Koch

«Das was in Wohlen passiert, ist für den Schweizer Fussball nicht förderlich», kommentiert FCS Geschäftsführer Marco Truckenbrod Fontana die Ankündigung aus dem Freiamt, nach 16 Jahren in der Challenge League, das Kapitel Profifussball abzuhaken und keine Lizenz für die neue Saison zu beantragen. Man kann es nachvollziehen, dass der ewige Existenzkampf und die Knüppel, die man dem Dorfclub seitens der Liga immer zwischen die Beine geworfen hat, in Wohlen für grossen Ärger gesorgt hat und jetzt zur Resignation führte. Für die Liga bedeutet das, dass der Absteiger wieder einmal am grünen Tisch bestimmt wird. Ein weiteres Armutszeugnis für die Swiss Football League. «Das berührt unsere Zielsetzung nicht. Wir wollen unseren Platz in den Top Four festigen und halten. Ausserdem sind zehn Punkte Rückstand auf Leader Xamax auch nicht unaufholbar», sagt Truckenbrod Fontana. Dass die Rückrunde aus sportlicher Sicht zum Debakel werden könnte, weil die Spannung fehlt und die Fans der Liga den Rücken zuwenden, glaubt der FCS-Geschäftsführer nicht. «Man muss um jeden Zuschauer kämpfen und das Beste aus der Situation machen.»

Gestern zum Trainingsauftakt fehlten noch einige Spieler. So der erkrankte Keeper Franck Grasseler und die sich noch in den Weihnachtsferien befindenden Djordje Nikolic, Paulinho und Guilherme Fioravanti, die absprachegemäss erst am kommenden Montag wieder zu den Kollegen stossen werden. Personell, sagt Marco Truckenbrod Fontana, halte man die Augen offen, ohne dass man unter Druck stehen würde. Getestet wird momentan ein Innenverteidiger, der aus Österreich kommt. Zudem ist Yannick Helbling dabei – ein Mittelfeldspieler, der bei den Grasshoppers ausgebildet wurde und bei Ligakonkurrent Rapperswil-Jona spielt. «Es gibt noch zwei drei weitere Optionen, die wir uns noch anschauen werden», so der FCS-Geschäftsführer.

Die Vorbereitung wird der FCS auf dem heimischen Kunstrasenplatz (mit Heizung) bestreiten. Cheftrainer Boris Smiljanic findet mit seinen Profis ideale Bedingungen vor. Kein Wunder sind Testspiele im Lipo-Park sehr beliebt. Am Mittwoch, 10. Januar (um 14  Uhr), kommt der FC Zürich aus der Super League; am Samstag, 13. Januar (14 Uhr), die Stuttgarter Kickers (Regionalliga Südwest); am Freitag, 19. Januar, spielt der FCS in Spiez gegen den FC Thun aus der Super League. Am Mittwoch, 24. Januar (16.30 Uhr), ist GC U 21 im Lipo Park der Gegner, ehe am Samstag, dem 27. Januar (15 Uhr), der SC Kriens (Promotion League) im Lipo-Park im letzten Testspiel antritt. Am Montag, dem 5. Februar, um 20.00 Uhr findet dann im Brügglifeld in Aarau der Liga-Rückrundenauftakt statt.

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