Brückenwettbewerb für Umfahrung in Eglisau

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Schaffhauser N…

Noch immer ist keine Lösung für die Umfahrung in Eglisau gefunden. Die Eglisauer Brücke soll vom Verkehr entlastet werden. Nun wurde ein Wettbewerb ausgeschrieben.

Täglich überqueren mehr als 22'000 Fahrzeuge die Eglisauer Brücke.

Ende Jahr nannte die Zürcher Regierungsrätin Carmen Walker Späh (FDP) die Umfahrung Eglisau «eine unendliche Geschichte». Nun setzt sich die Geschichte in einem weiteren Kapitel fort, in welchem die Volkswirtschaftsdirektion einen Wettbewerb für eine geeignete Brückenlösung lanciert.

Das Vorhaben, eine Umfahrung zu realisieren, berührt verschiedene bundesrechtlich geschützte Objekte, insbesondere die Flusslandschaft des Rheins sowie das kantonal geschützte Eisenbahnviadukt. Dadurch entsteht ein Planungsraum, der wenig Spielraum lässt. Die Eidgenössische Natur- und Heimatschutzkommission (ENHK) und die Eidgenössische Kommission für Denkmalpflege (EKD) kamen 2015 in einem gemeinsamen Gutachten zum Schluss, dass die bis anhin ausgearbeiteten Varianten als schwerwiegende Beeinträchtigung der Schutzobjekte einzustufen seien.

Der Regierungsrat hat daraufhin beschlossen, eine Umfahrung mit einer weiteren oberirdischen Rheinquerung weiterzuverfolgen. Die Volkswirtschaftsdirektion möchte die Lösungssuche mithilfe eines Wettbewerbsverfahrens beschleunigen. Wegweisend hierfür sind die positiven Erfahrungen in Grüningen, wo mit einem Studienauftrag in einem ähnlich komplexen Umfeld ein vielversprechendes Umfahrungsprojekt gefunden werden konnte.

Juryentscheid noch im 2019

Im von der Volkswirtschaftsdirektion und dem kantonalen Amt für Verkehr lancierten Wettbewerb sollen verschiedene Projektteams mögliche Lösungsansätze anbringen. Gesucht werden Projektteams, die in vergleichbaren Projekten bereits Erfahrungen gesammelt haben. Zugangsberechtigt seien aber auch junge Projektteams, die ihre Ideen mit einbringen sollen. Der Lösungsansatz müsse dabei die Schwere der Eingriffe in Bezug auf die Schutzziele so weit wie möglich reduzieren. Gleichzeitig sollen der verkehrliche Nutzen eines solchen Projekts möglichst hoch und die Kosten verhältnismässig sein.

Der Wettbewerb wird durch ein Beurteilungsgremium begleitet. Dieses besteht aus einer stimmberechtigten Jury und beratenden Mitgliedern. Darin vertreten sind die relevanten kantonalen Fachstellen, externe Expertinnen und Experten des Brückenbaus und der Architektur sowie Vertreterinnen und Vertreter der Standortgemeinde. (uek)

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