Schon wieder: Wiffen-Unfall löst unnötige Suchaktion aus

Autor
Alexa Scherrer

Zwei Böötler setzten ihr Kajak bei Diessenhofen in eine Wiffe. Sie kletterten unverletzt ins Boot zurück - doch Polizei und Feuerwehr suchten die vermeintlich Vermissten über eine Stunde.

Das Kajak prallte in eine Wiffe. Archivbild: SHPol

Die Geschichte wiederholt sich - auf jeden Fall auf ähnliche Art und Weise. Nur zwei Wochen nach dem Weidling-Unfall von Ex-SP-Präsident Hans-Jürg Fehr ist es in Diessenhofen erneut zu einem Unfall mit einer Wiffe gekommen. Kurz nach 13 Uhr am Dienstag ging bei der Kantonspolizei Thurgau die Meldung ein, dass ein Kajak mit einer Wiffe kollidiert sei und sich mehrere Personen im Wasser befinden. Sofort wurde - wie  beim Zwischenfall des ehemaligen Schaffhauser Nationalrats Fehr - eine grosse Suchaktion ausgelöst. Sowohl die Kapo Thurgau als auch das Grenzwachtkorps und die Schaffhauser Polizei standen mit je einem Schiff im Einsatz, die Feuerwehr Diessenhofen stellte zusätzliche vier Schiffe. Auch eine Patrouille der Deutschen Polizei sowie der Rettungsdienst waren vor Ort.

Wie die Thurgauer Polizei mitteilt, standen «innert kürzester Zeit rund zwei Dutzend Personen im Sucheinsatz». Während rund einer Stunde sei unklar gewesen, wo sich die beiden Personen befinden. Entwarnung gab es erst kurz nach 14 Uhr - die Feuerwehr traf das Kajak mitsamt Besatzung ein Stück rheinabwärts an. Der 29-jährige Mann und die 28-jährige Frau waren unverletzt ins Kajak zurückgeklettert und weitergefahren. Die beiden Deutschen werden bei der Staatsanwaltschaft zur Anzeige gebracht. 

Die Polizei weist darauf hin, dass sich Beteiligte nach einem Unfall sofort melden sollen, um aufwendige und unnötige Suchaktionen zu vermeiden. Wie die Kapo Thurgau auf Anfrage von shn.ch mitteilt, werde auch in diesem Fall geprüft, ob ein Teil der Kosten auf die Unfall-Verursacher abgewälzt wird. Dafür gibt es einen entsprechenden Paragraphen im Polizeigesetz. Um die gleiche Wiffe wie im Fall Fehr hat es sich übrigens nicht gehandelt - kollidierten er und seine Begleiter mit der Wiffe Nummer 71, prallte das Kajak in die Nummer 67. 

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